27 Mondbären aus illegaler Gallefarm in Laos gerettet
Größte Bärenfarm-Rettung Südostasiens: 27 Tiere in Sicherheit gebracht
In einer koordinierten Aktion haben laotische Behörden gemeinsam mit der internationalen NGO Free the Bears 27 Asiatische Schwarzbären aus einer illegalen Gallefarm befreit. Es handelt sich um die größte Rettungsaktion dieser Art in Südostasien. Die Farm wurde von einem chinesischen Staatsbürger betrieben und als Zoo registriert, um die behördliche Aufsicht zu umgehen – tatsächlich diente sie der kommerziellen Gewinnung von Bärengalle. Die Rettungskräfte entdeckten auf dem Gelände Infrastruktur, die für bis zu 200 Bären ausgelegt war. Das deutet auf eine geplante industrielle Expansion hin, die durch den Einsatz der Behörden vereitelt wurde.
Die geretteten Bären sind zwischen ein und drei Jahre alt und wurden vermutlich als Jungtiere aus der Wildnis geraubt. Sie wurden in das Luang Prabang Wildlife Sanctuary gebracht, das von Free the Bears betrieben wird. Dort schließen sie sich mehr als 150 anderen Bären an, die in den letzten 23 Jahren gerettet wurden. „Kein Tier sollte solche Grausamkeit erleiden“, sagte Matt Hunt, CEO von Free the Bears. Die Bärengalle wird in der traditionellen Medizin verwendet, obwohl ihr medizinischer Wert wissenschaftlich nicht belegt ist. Chris Shepherd, leitender Naturschutzbeauftragter, betonte, dass die Verwendung von Bärenprodukten eher auf Traditionen und Überzeugungen beruhe als auf tatsächlichem medizinischen Nutzen.
Diese Rettungsaktion ist ein bedeutender Schlag gegen den illegalen Wildtierhandel in Südostasien. Sie zeigt, dass internationale Zusammenarbeit und konsequente Strafverfolgung erfolgreich sein können. Die Zerstörung einer Farm, die auf industrielle Ausbeutung ausgelegt war, verhindert zukünftiges Leid in großem Maßstab. Gleichzeitig lenkt der Fall die Aufmerksamkeit auf die Notwendigkeit, die Nachfrage nach Bärengalle durch Aufklärung und Alternativen zu reduzieren. Die geretteten Bären haben nun eine zweite Chance in einem geschützten Umfeld.
Belegt durch
- Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.