Zurück
klima Weltweit · UN

Meeresschutzgebiete erreichen 10 Prozent der Ozeane

Ein Drittel des 30-Prozent-Ziels ist erreicht – neue Schutzgebiete in Indonesien, Ghana und Französisch-Polynesien.

08. Juni 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Am 8. Juni ist World Oceans Day – ein Tag, der an die Bedeutung der Meere erinnert. In diesem Jahr steht er ganz im Zeichen eines konkreten Fortschritts: Die Weltgemeinschaft hat im April 2026 einen Meilenstein erreicht. Meeresschutzgebiete, also klar abgegrenzte Zonen im Ozean, in denen Fischerei, Bergbau oder andere Eingriffe stark eingeschränkt oder verboten sind, bedecken nun zehn Prozent der weltweiten Meeresfläche. Das ist ein Drittel des ehrgeizigen Ziels, bis 2030 ganze 30 Prozent der Ozeane unter Schutz zu stellen.

Besonders bemerkenswert sind die jüngsten Neuzugänge: Indonesien und Thailand haben zusammen 284 neue Meeres- oder Küstenschutzgebiete ausgewiesen. Ghana erklärte nach mehr als 15 Jahren Vorarbeit sein allererstes Meeresschutzgebiet, das Greater Cape Three Points MPA. Und Pakistan schützte im September 2025 die Miani Hor Lagune, einen Hotspot der Artenvielfalt, in dem unter anderem Krauskopfpelikane und Fischmöwen leben.

Den größten Schritt machte Französisch-Polynesien, ein französisches Überseegebiet im Pazifik. Im Juni 2025 erklärte es die gesamte ausschließliche Wirtschaftszone – eine Fläche von 4,8 Millionen Quadratkilometern, etwa so groß wie die halbe USA – zum Meeresschutzgebiet. Die lokale Bevölkerung unterstützte diesen Schritt überwältigend. Es ist das größte Meeresschutzgebiet der Welt.

Doch der Erfolg hat Schattenseiten. Viele Schutzgebiete, besonders in Europa, erlauben weiterhin die Grundschleppnetzfischerei. Dabei werden schwere Netze über den Meeresboden gezogen, die alles zerstören, was ihnen im Weg steht – Korallen, Seegraswiesen und den Lebensraum unzähliger Arten. Eine aktuelle Studie zeigt, dass diese Netze rund 3.000 verschiedene Arten als Beifang einsammeln, obwohl sie nur auf wenige kommerziell nutzbare Fischarten abzielen. Solche Schutzgebiete sind dann eher Etikettenschwindel als echter Schutz.

Trotz dieser Einschränkungen ist der Trend klar: Der Schutz der Ozeane gewinnt an Dynamik. Die nächsten vier Jahre werden zeigen, ob die Welt das 30-Prozent-Ziel erreicht. Dafür müssten jedes Jahr weitere fünf Prozent der Meeresfläche hinzukommen – ein ambitioniertes, aber nicht unmögliches Vorhaben.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

So erzählst du es weiter

„Weißt du, dass jetzt 10% der Meere geschützt sind? Ein wichtiger Schritt – aber viele Schutzgebiete erlauben noch zerstörerische Fischerei."

Der tägliche Lichtblick

Magst du solche Geschichten?

Hol dir jeden Morgen eine — kuratiert, belegt, werbefrei. Kein Doomscrolling.

Weiteres aus klima