Infrastruktur

Neues Altersvorsorgedepot bringt bis zu 540 Euro jährlich

Ab 2027 ersetzt ein flexibles, staatlich gefördertes Depot die umstrittene Riester-Rente und bietet höhere Renditechancen.

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KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.

Die private Altersvorsorge in Deutschland steht vor einem grundlegenden Wandel. Bisher förderte der Staat das Sparen fürs Alter vor allem mit der Riester-Rente – einem Modell, das wegen hoher Kosten und geringer Renditen stark in der Kritik stand. Ab 2027 soll ein neues, staatlich gefördertes Altersvorsorgedepot an seine Stelle treten. Das Besondere: Es ist flexibler, verspricht höhere Renditechancen und lockt mit höheren Zulagen – bis zu 540 Euro im Jahr mehr für den Einzelnen.

Die Reform geht auf Vorschläge einer eigens berufenen Kommission zurück, die am 23. Juni 2026 ein 80-seitiges Papier vorlegte. Bundeskanzler Friedrich Merz hat bereits angekündigt, die Vorschläge vollständig umsetzen zu wollen. Ziel ist es, die Menschen zu motivieren, selbst mehr für das Alter zu sparen – und das mit einem Produkt, das sich wirklich lohnt.

Saidi Sulilat, Chefredakteur des gemeinnützigen Finanzportals Finanztip, sagt auf die Frage, wann sich ein solches Depot lohne: „So gut wie immer. Und das aller Voraussicht nach für praktisch jeden und jede.“ Das neue Depot setzt auf eine einfache, kostengünstige Anlage in Aktien und Anleihen, ähnlich wie ein ETF-Sparplan. Der Staat gibt einen Zuschuss, der die Rendite zusätzlich steigert.

Die Umstellung ist ein Paradigmenwechsel: Statt eines starren Vertrags mit Garantien, die oft teuer erkauft wurden, setzt man nun auf die langfristigen Chancen der Kapitalmärkte. Das Risiko wird durch die breite Streuung und den langen Anlagehorizont gemindert. Für viele Sparer könnte das den Unterschied zwischen einer schmalen und einer auskömmlichen Rente bedeuten.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Perspective Daily.
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