Pazifik-Inseln planen riesiges gemeinsames Meeresschutzgebiet
Vier Länder wollen einen der artenreichsten Ozeane der Welt über Grenzen hinweg schützen.
Eine Gruppe pazifischer Inselstaaten hat vereinbart, einen gewaltigen grenzüberschreitenden Meeresschutzkorridor offiziell einzurichten, der ihre Hoheitsgewässer umspannen soll.
Papua-Neuguinea, Vanuatu und Fidschi gaben beim ersten Melanesischen Ozean-Gipfel im Mai eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie die Pläne für den Korridor ankündigten. Ende Juni schlossen sich die Salomonen der Initiative an.
Melanesien, eine Teilregion Ozeaniens im südwestlichen Pazifik, gehört zu den artenreichsten Gebieten der Welt. Die Region liegt im sogenannten Korallendreieck, dem globalen Zentrum der Korallenvielfalt. In ihren Gewässern kommen schätzungsweise 75 Prozent aller bekannten Korallenarten vor.
Warum ein zusammenhängender Korridor mehr bringt als viele kleine Schutzgebiete: Fische, Wale und Schildkröten wandern über weite Strecken. Ein durchgehend geschütztes Gebiet begleitet sie auf diesen Wegen, statt sie nur stückweise zu schützen. Das macht den Schutz deutlich wirksamer.
Ebenso bedeutsam ist die politische Botschaft. Vier Länder legen ihre Gewässer zusammen, um eine gemeinsame Lebensgrundlage zu bewahren. Der Ozean kennt keine Grenzen – und der Schutz muss auch keine kennen.
Noch ist es eine Absichtserklärung, und die Umsetzung wird die eigentliche Bewährungsprobe. Doch der Anspruch ist bemerkenswert: Naturschutz nicht als nationaler Flickenteppich, sondern als ein zusammenhängendes Ganzes.
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- Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.
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