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Weltweit weniger Kohleverstromung, aber mehr Kohlekraftwerke gebaut

China und Indien setzen auf Kohle als Reserve, während Erneuerbare boomen

21. Mai 2026 3 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Hintergrund

Kohle galt lange als Rückgrat der globalen Stromversorgung, doch ihr Anteil an der Energieerzeugung schrumpft. Der jährliche Report von Global Energy Monitor zeigt: 2025 sank die weltweite Stromerzeugung aus Kohle um 0,6 %. Gleichzeitig wuchs die installierte Kohlekraftwerkskapazität um 3,5 % – ein scheinbarer Widerspruch, der die Unsicherheit vieler Länder im Umgang mit erneuerbaren Energien widerspiegelt.

Was ist passiert

China baute 2025 mit 78,1 Gigawatt die mit Abstand meiste neue Kohlekraftwerkskapazität zu, nutzte diese aber 1,2 % weniger als im Vorjahr. Mehr als 90 % des gestiegenen chinesischen Energiebedarfs wurden durch Wind- und Solarenergie gedeckt. Indien folgte mit dem zweithöchsten Zubau, doch auch dort erreichten Erneuerbare erstmals über die Hälfte der gesamten Stromkapazität. Christine Shearer, Hauptautorin des Reports, betont: „Die meisten neuen Kohlekraftwerke in Indien und China wurden vor Jahren genehmigt, als die Marktdynamik der Erneuerbaren noch eine andere war.“

Warum das wichtig ist

Der Trend zeigt: Kohle wird zunehmend als Reservekraftwerk betrachtet, nicht als primäre Energiequelle. Die tatsächliche Nutzung sinkt, während Wind und Solar die Last übernehmen. Für Entscheider in HR, Bildung und Gesundheitswesen bedeutet dies: Die globale Energiewende ist kein abstraktes Ziel mehr, sondern real – mit direkten Auswirkungen auf Strompreise, Versorgungssicherheit und CO₂-Bilanzen. Unternehmen und Institutionen können langfristig mit günstigerem, saubererem Strom planen.

Ausblick

Die neu gebauten Kohlekraftwerke werden noch Jahrzehnte betrieben werden können, doch ihre Auslastung dürfte weiter fallen. Shearer prognostiziert: „Sobald die aktuellen Projekte auslaufen, wird der Neubau von Kohlekraftwerken wirtschaftlich immer unattraktiver.“ Für die nächsten Jahre ist mit einem weiteren Rückgang der Kohleverstromung zu rechnen – vorausgesetzt, der Ausbau von Speichern und Netzen hält Schritt.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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