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Abholzung im Amazonas fällt auf 13-Jahres-Tief

Brasilien meldete für die Amazonas-Abholzung den niedrigsten Wert seit 13 Jahren – ein Rückgang um mehr als ein Drittel.

Rodungsalarme im brasilianischen Amazonas-Regenwald sind auf den niedrigsten Stand seit 13 Jahren gefallen. Das brasilianische Weltraumforschungsinstitut INPE registrierte mit seinem Satellitensystem DETER, das Waldverluste nahezu in Echtzeit meldet, in den zwölf Monaten bis zum 31. Juli dieses Jahres Rodungswarnungen auf einer Fläche von 2.874 Quadratkilometern.

Das entspricht einem Rückgang von mehr als einem Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum und liegt 55,6 Prozent unter dem Durchschnitt des vergangenen Jahrzehnts. Die endgültigen Jahreszahlen zur Entwaldung, die mit dem separaten System PRODES berechnet werden, folgen erst später im Jahr. Setzt sich der Trend fort, könnte Brasilien die niedrigste Amazonas-Abholzungsrate seit Beginn der Messungen im Jahr 1988 verzeichnen.

Der Rückgang folgt auf verstärkte Anstrengungen der brasilianischen Regierung unter Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, illegale Rodung durch bessere Kontrollen und Überwachung einzudämmen. Zusätzlich wurden große indigene Gebiete unter Schutz gestellt, was als wichtige Maßnahme gegen illegalen Bergbau und Holzeinschlag gilt. Brasilien hat sich das Ziel gesetzt, die Entwaldung bis 2030 vollständig zu stoppen, ein Ziel, das nach Einschätzung von Umweltschützern zunehmend erreichbar erscheint.

Marcio Astrini, Geschäftsführer des brasilianischen Klimabündnisses Observatório do Clima, nannte die Zahlen „historisch“ und das Ergebnis „ernsthafter Umweltschutzpolitik“. Sie bewiesen, so Astrini, dass es durchaus möglich sei, die Verpflichtung des Landes zu erfüllen, die Entwaldung bis 2030 auf null zu senken und umzukehren.

Der tropische Regenwald am Amazonas gilt als einer der wichtigsten Kohlenstoffspeicher der Erde und beherbergt einen großen Teil der weltweiten Artenvielfalt. Jeder Hektar, der nicht gerodet wird, hält also nicht nur Kohlendioxid gebunden, sondern bewahrt auch Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie Land- und Wasserreserven für die dort lebenden indigenen Gemeinschaften. Die aktuellen Zahlen sind ein Zwischenstand und kein Schlusspunkt, doch sie liefern nach Jahren steigender Rodung ein greifbares Anzeichen dafür, dass politische Kurswechsel in diesem Ausmaß tatsächlich messbare Wirkung entfalten können.

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„Die Abholzung im Amazonas ist auf den niedrigsten Stand seit 13 Jahren gefallen, ein Rückgang von mehr als einem Drittel gegenüber dem Vorjahr."

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