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Bauern helfen mit Güllefässern gegen Waldbrände

Bundesweit haben sich rund 500 Höfe mit fast 1.000 Maschinen registriert, um der Feuerwehr bei Bränden auszuhelfen.

In den alten Milchtank von Landwirt Jens Albrecht passen 19.000 Liter – acht- bis zehnmal so viel, wie in ein reguläres Löschfahrzeug der Feuerwehr passt. Bei Wald- und Flächenbränden, bei denen jede Minute über die Ausbreitung des Feuers entscheidet, kann das den Unterschied machen.

Albrecht ist einer von Hunderten Landwirt:innen in Deutschland, die ihre Maschinen der Feuerwehr zur Verfügung stellen und im Ernstfall direkt mit anpacken. Organisiert wird das über die Online-Plattform Red Farmer, die freiwillige Höfe und Einsatzkräfte zusammenbringt.

Dass Landwirt:innen bei Bränden helfen, hat in vielen Regionen eine lange Tradition – sie kennen das Gelände, besitzen geländegängige Fahrzeuge und oft genau die Wassertransport-Kapazität, die kleinen Feuerwehren fehlt: große Tanks, wie sie sonst für Gülle oder Milch genutzt werden.

„Bereits heute sind rund 500 land- und forstwirtschaftliche Betriebe mit nahezu 1.000 Maschinen und Geräten in unserem bundesweiten Online-Portal registriert", heißt es von der Plattform.

Registrieren können sich längst nicht nur klassische Höfe: Auch Unternehmen, Winzer:innen sowie Garten- und Landschaftsbaubetriebe können kostenlos mitmachen. Auf die Datenbank selbst haben aus Sicherheitsgründen ausschließlich ausgewählte Führungskräfte der Feuerwehren sowie die Leitstellen Zugriff – im Ernstfall wissen sie so sofort, welche Maschine in der Nähe verfügbar ist.

Für die beteiligten Höfe bedeutet das zusätzliche, unbezahlte Einsätze. Für die betroffenen Regionen bedeutet es eine zusätzliche, schlagkräftige Reserve, die anrücken kann, während die eigentliche Feuerwehr noch unterwegs ist. Angesichts trockener werdender Sommer könnte genau das künftig öfter über Schäden entscheiden.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

So erzählst du es weiter

„Ein Bauer hat einen alten Milchtank mit 19.000 Litern – zehnmal so viel wie ein Löschfahrzeug. Er hilft jetzt der Feuerwehr."

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