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USA: Meeresschildkröten-Nester auf 37-Jahres-Hoch

4.110 Nester an Georgias Küste – jahrzehntelanger Schutz durch Strandpatrouillen zeigt Wirkung.

An den Stränden des US-Bundesstaats Georgia haben Loggerhead-Meeresschildkröten – auf Deutsch auch Unechte Karettschildkröten genannt – gerade einen Rekord aufgestellt, der seit 37 Jahren nicht mehr erreicht wurde. Mehr als 4.110 Nester zählten Freiwillige und Behörden in dieser Saison entlang der vorgelagerten Barriereinseln des Bundesstaats.

Die Naturschutzbehörde Georgias spricht von einer „langsamen, aber stetigen Erholung" der Art, die seit 1978 unter dem US-Gesetz zum Schutz bedrohter Arten steht. Das ist keine Selbstverständlichkeit: Loggerheads werden bis zu 140 Kilogramm schwer, leben fast ihr gesamtes Leben im offenen Meer und pflanzen sich frühestens mit 30 bis 35 Jahren zum ersten Mal fort. Jede Verbesserung braucht deshalb Jahrzehnte, um sich in den Zahlen niederzuschlagen.

Der neue Bestwert von 4.110 Nestern übertrifft den bisherigen Rekord von 4.071 Nestern aus dem Jahr 2022 – und liegt fast doppelt so hoch wie das Ziel, das ursprünglich in einem Wiederansiedlungsplan für die Tiere festgelegt worden war. Zum Vergleich: Vor 22 Jahren, im Jahr 2004, waren in Georgia nur 358 Nester gezählt worden, der bisherige Tiefstand.

Seit den frühen 1990er-Jahren steigt die Zahl der Nester an der Atlantikküste Georgias im Schnitt um etwa vier Prozent pro Jahr. Verantwortlich dafür sind vor allem zwei Maßnahmen: Freiwillige der Georgia Sea Turtle Cooperative patrouillieren seit Jahren jeden Morgen bei Sonnenaufgang die Strände, markieren neue Nester und schützen sie vor Störungen. Und seit 1990 müssen Shrimp-Kutter sogenannte Schildkröten-Ausstiegsvorrichtungen in ihren Netzen verwenden – spezielle Klappen, die verhindern, dass die Tiere beim Fischen mit eingefangen und ertränkt werden.

Von Mai bis Mitte August kommen die erwachsenen Weibchen nachts an die Strände, graben Gruben in die Dünen und legen dort jeweils rund 100 Eier von der Größe eines Tischtennisballs ab. Halten die aktuellen Schutzmaßnahmen an, gehen Experten davon aus, dass die Population zunächst ein Plateau erreicht – bei fortgesetztem Schutz aber langfristig weiter wachsen könnte, bis hin zu Nistzahlen, wie sie zuletzt in den 1950er-Jahren beobachtet wurden.

Der Rekord aus Georgia steht dabei nicht allein: Auch eine Studie der US-Ozeanbehörde NOAA aus dem Jahr 2025 verzeichnet weltweit einen Aufwärtstrend bei Meeresschildkröten, wo immer Nistplätze und Lebensräume besser geschützt werden.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„4.110 Schildkröten-Nester an einer US-Küste – so viele waren es seit 37 Jahren nicht mehr."

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