Infrastruktur

Blasenvorhang fängt 86 Prozent des Plastikmülls aus Flüssen

Nur ein Bruchteil des weltweiten Plastikmülls wird recycelt, der Rest gelangt oft über Flüsse ins Meer – wer ihn dort stoppt, verhindert, dass er sich im Ozean verteilt. Das niederländische Unternehmen The Great Bubble Barrier installiert dafür ein perforiertes Rohr quer über den Flussboden, das einen Vorhang aus Luftblasen erzeugt und schwimmenden Müll zu einer Sammelstelle am Ufer lenkt – unabhängige Forschungsinstitute bestätigen eine Fangquote von rund 86 Prozent. Die Anlage blockiert weder Fische noch Schiffsverkehr und läuft bereits an vier Standorten in den Niederlanden und Portugal dauerhaft im Einsatz. Als Nächstes soll die Technik nach Südostasien kommen, wo einige der am stärksten verschmutzten Flüsse der Welt liegen – vorausgesetzt, vor Ort entstehen auch funktionierende Müllsammelsysteme.

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Nur ein Bruchteil des weltweiten Plastikmülls wird recycelt, der Rest gelangt oft über Flüsse ins Meer – wer ihn dort stoppt, verhindert, dass er sich im Ozean verteilt. Das niederländische Unternehmen The Great Bubble Barrier installiert dafür ein perforiertes Rohr quer über den Flussboden, das einen Vorhang aus Luftblasen erzeugt und schwimmenden Müll zu einer Sammelstelle am Ufer lenkt – unabhängige Forschungsinstitute bestätigen eine Fangquote von rund 86 Prozent. Die Anlage blockiert weder Fische noch Schiffsverkehr und läuft bereits an vier Standorten in den Niederlanden und Portugal dauerhaft im Einsatz. Als Nächstes soll die Technik nach Südostasien kommen, wo einige der am stärksten verschmutzten Flüsse der Welt liegen – vorausgesetzt, vor Ort entstehen auch funktionierende Müllsammelsysteme.

Weniger als zehn Prozent des weltweiten Plastikmülls werden recycelt. Der Rest landet, oft über schlecht organisierte Müllentsorgung oder schlicht durch Unfälle, in Flüssen – und von dort aus im Meer. Genau an diesem Punkt setzt eine Technologie des niederländischen Unternehmens The Great Bubble Barrier an: Ein perforiertes Rohr liegt quer über den Flussboden und ist an eine Luftpumpe angeschlossen. Die Pumpe erzeugt einen aufsteigenden Vorhang aus Luftblasen, der diagonal über die gesamte Breite und Tiefe des Flusses reicht.

Die Strömung trägt schwimmenden und tiefer schwebenden Plastikmüll automatisch zu einer Sammelstelle am Flussufer. Fische können den Blasenvorhang passieren, auch der Schiffsverkehr wird nicht behindert. Unabhängige Universitäten und Forschungsinstitute haben das System geprüft und bestätigen eine stabile Fangquote von etwa 86 Prozent des Oberflächenplastiks. Diese Zahl sei wirklich sehr stabil, sagt Anne Marieke Eveleens, verantwortlich für die Geschäftsentwicklung des Unternehmens.

Aktuell arbeiten vier Anlagen: in Amsterdam, Katwijk und Harlingen in den Niederlanden sowie bei Vila do Conde in Portugal. Weitere Standorte in Europa und den USA werden bereits verhandelt. Der Ansatz unterscheidet sich bewusst von Strandreinigungen oder Sammelaktionen im offenen Meer, die laut Eveleens mit der wachsenden Plastikproduktion nicht mehr mithalten können. Man erwarte, dass sie sich bis 2030 verdreifacht, sagt sie über die Plastikherstellung.

Der eigentliche Ehrgeiz des Unternehmens liegt in Südostasien, wo einige der am stärksten mit Plastik belasteten Flüsse der Welt fließen. Dafür braucht es mehr als Technik: Genehmigungen, funktionierende Müllsammelsysteme vor Ort und die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden, die mithelfen herauszufinden, welche Abfälle am häufigsten vorkommen. Der Earthshot Prize, eine von Prinz William gestiftete Umweltauszeichnung, hat diesen Prozess beschleunigt: Fast überall auf der Welt, wo das Team hinkomme, hätten die Menschen schon von einem Blasenvorhang gehört, sagt Eveleens.

Jede Anlage liefert zudem Daten darüber, welche Plastikarten wo und wann am häufigsten auftauchen. Diese Informationen fließen in politische Entscheidungen ein, die verhindern sollen, dass der Müll überhaupt erst entsteht. Die Technik selbst gilt als ausgereift – die eigentliche Aufgabe ist es jetzt, sie in jeden Fluss zu bringen, der sie braucht.

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Primärquelle
Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von The Optimist Daily.