Brasilien stoppt Abholzung im Piripkura-Gebiet
Dank staatlicher Maßnahmen sank die Waldzerstörung von 1.769 Hektar (2021) auf 106 Hektar (2025).

Im Piripkura-Gebiet im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso leben die letzten beiden bekannten Piripkura-Indianer in freiwilliger Isolation. Ihr 242.405 Hektar großes Territorium – etwa so groß wie das Saarland – ist seit Jahren Ziel von Landräubern, die den Regenwald roden, um Rinder weiden zu lassen. 2021 erreichte die Zerstörung einen traurigen Höhepunkt: 1.769 Hektar Wald gingen verloren, das entspricht 2.500 Fußballfeldern.
Doch dann griff die brasilianische Regierung durch. Mit gezielten Operationen gegen die Eindringlinge gelang es, die Abholzung drastisch zu senken. Satellitendaten von Global Forest Watch zeigen: 2025 fiel die Waldzerstörung auf nur noch 106 Hektar – ein Rückgang um über 90 Prozent. Jair Candor, Koordinator der indigenen Schutzbehörde Funai, bestätigt den Erfolg.
Allerdings bleibt ein Problem: Die Rinder der Landräuber sind noch immer auf dem Gebiet. Sie müssen eingefangen und abtransportiert werden, sonst könnten die Tiere weiterhin Schaden anrichten. Indigene Organisationen fordern daher, die Rinder schnell zu entfernen.
Der Fall zeigt, dass staatliche Kontrollen und Strafen den Raubbau am Regenwald wirksam bekämpfen können. Für die Piripkura bedeutet das: Ihr Lebensraum ist vorerst gerettet. Und die Hoffnung, dass noch mehr isolierte Menschen in dem Gebiet leben, bleibt bestehen.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„Die Abholzung im letzten Rückzugsgebiet der Piripkura-Indianer ist um über 90% gesunken – weil die Regierung endlich durchgreift."
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