Ökologie Mato Grosso

Brasilien zahlt Bauern für Waldschutz – Ausweitung geplant

Projekt CONSERV schützt 27.700 Hektar, will ohne Spenden skalieren

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KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.

Carlos Roberto Simonetti erntet auf seiner 17.000 Hektar großen Farm Fazenda Natureza Feliz im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso dreimal im Jahr Mais, Soja und Baumwolle. Doch seit 2020 kommt eine vierte Ernte hinzu: regelmäßige Zahlungen für den Schutz der Wälder auf seinem Land. Simonetti ist Teil des CONSERV-Projekts des Amazon Environmental Research Institute (IPAM), das Landbesitzer finanziell dafür belohnt, native Vegetation zu erhalten – selbst in Gebieten, die sie legal roden dürften.

Das Pilotprojekt lief von 2020 bis 2024 auf 23 Farmen und schützte insgesamt 20.707 Hektar in den Biomen Cerrado und Amazonas, finanziert von den Regierungen Norwegens und der Niederlande. Weitere 7.000 Hektar in Mato Grosso und Maranhão werden derzeit durch Verträge mit Mitgliedern des Soft Commodities Forum geschützt – einem Zusammenschluss von Agrarunternehmen, die sich für den Erhalt des Cerrado einsetzen. Die Idee entstand 2016, als eine interne IPAM-Studie errechnete, dass rund 1,5 Millionen Hektar von legaler Abholzung bedroht sind.

Jetzt will IPAM das Programm ohne Spenden skalieren. Statt auf staatliche oder philanthropische Gelder angewiesen zu sein, sucht das Institut nach marktbasierten Mechanismen, um den Waldschutz dauerhaft zu finanzieren. Das Modell könnte Vorbild für andere Regionen sein: Es zeigt, dass sich Naturschutz und landwirtschaftliche Produktion nicht ausschließen müssen, wenn Anreize richtig gesetzt werden. Für Entscheider in Unternehmen und Verwaltung ist das ein konkretes Beispiel, wie Ökosystemleistungen wirtschaftlich bewertet und vergütet werden können – ein Ansatz, der weit über Brasilien hinausweist.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.
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