Infrastruktur

Teenager erfinden Tamarinden-Pulver gegen Mikroplastik

Drei 16-Jährige gewinnen Global Earth Prize mit einer einfachen, magnetischen Methode, um Mikroplastik aus Wasser zu entfernen.

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Drei 16-Jährige gewinnen Global Earth Prize mit einer einfachen, magnetischen Methode, um Mikroplastik aus Wasser zu entfernen.

Mikroplastik ist eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Die winzigen Kunststoffpartikel, die kleiner sind als ein menschliches Haar, wurden bereits in den entlegensten Winkeln der Erde gefunden – auf dem Gipfel des Mount Everest und am Grund des Marianengrabens. Sie gelangen über Wasser, Nahrung und sogar die Luft in unseren Körper und wurden in Organen wie Gehirn und Plazenta nachgewiesen. Forscher vermuten, dass sie als sogenannte endokrine Disruptoren wirken, also das Hormonsystem durcheinanderbringen können.

Drei 16-jährige Jugendliche aus Indien haben nun eine überraschend einfache Lösung entwickelt. Vivaan Chhawchharia, Ariana Agarwal und Avyana Mehta nutzen pulverisierte Tamarindensamen – eine Zutat, die in der südasiatischen Küche allgegenwärtig ist. Ihr Pulver namens Plas-Stick bindet Mikroplastikpartikel im Wasser zu sichtbaren Klumpen. Nach kurzem Rühren können diese Klumpen mit einem handelsüblichen Magneten entfernt werden. Das Verfahren kommt ohne Strom oder komplizierte Technik aus.

Die Idee entstand bei einem Besuch in einer ländlichen Gemeinde, wo die Jugendlichen sahen, dass Trinkwasser oft in gemeinsamen Behältern gelagert wird – ohne Zugang zu teuren Filtersystemen. Weltweit haben über 2,2 Milliarden Menschen keine sichere Trinkwasserversorgung. Genau hier setzt Plas-Stick an: Es ist günstig, einfach und benötigt nur eine Pflanze, die in Indien bereits wild wächst und angebaut wird.

Für ihre Erfindung wurden die drei nun mit dem Global Earth Prize ausgezeichnet, einem internationalen Umweltpreis, der von der Earth Foundation in Genf vergeben wird. Sie sind das erste Team aus Indien, das diesen Preis gewinnt. 23.000 Experten aus Dutzenden Ländern stimmten für ihr Projekt. Die Jugendlichen planen nun, die Produktion zu dezentralisieren und das Pulver in vielen ländlichen Gemeinden Indiens verfügbar zu machen. Ihr Ziel: sauberes Trinkwasser für alle, die es am dringendsten brauchen.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Good News Network.

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