Colorado baut riesige Wildbrücken über Autobahn – Tiere sicher unterwegs
Fünf Unterführungen und eine 200 Meter lange Brücke helfen Hirschen, Bären und Pumas, die vielbefahrene I-25 zu queren.
Die Interstate 25 ist eine der meistbefahrenen Autobahnen im Westen der USA. Täglich rollen rund 100.000 Fahrzeuge über die Betonpiste südlich von Denver, Colorado. Für Menschen ist sie eine schnelle Verbindung, für Tiere war sie lange eine tödliche Barriere. Maultierhirsche, Elche, Schwarzbären und Pumas versuchten immer wieder, die Fahrbahn zu überqueren – mit oft tödlichem Ausgang. Zwischen 2018 und 2020 zählte die Verkehrsbehörde allein auf einem 22 Kilometer langen Abschnitt 76 tote Hirsche, 15 Bären und 10 Pumas. Viele Tiere wagten gar nicht erst den Versuch, die vielspurige Straße zu überqueren, und blieben in ihren angestammten Gebieten gefangen.
Doch das hat sich geändert. Im Jahr 2021 ließ Colorado fünf breite Unterführungen bauen, die mit mehr als 40 Kilometern Zaun verbunden sind. Die Tunnel sind mit Erde ausgelegt, sodass sich die Tiere darin natürlich bewegen können. Im Dezember 2025 kam ein weiteres Bauwerk hinzu: eine 61 Meter lange und 64 Meter breite Brücke, die über sechs Fahrspuren führt. Sie ist eine der größten menschengemachten Wildtierquerungen der Welt. Die Brücke liegt nahe der Ortschaft Greenland und ist mit heimischen Pflanzen begrünt, sodass sie sich in die Landschaft einfügt.
Solche Bauwerke haben einen doppelten Nutzen: Sie schützen Tiere vor dem Tod auf der Straße und verhindern gleichzeitig schwere Unfälle mit Menschen. In anderen Ländern, etwa in den Niederlanden oder Kanada, gibt es bereits ähnliche Grünbrücken und Tunnel. Colorados Projekt zeigt, dass selbst auf extrem befahrenen Strecken sichere Übergänge möglich sind. Die Hoffnung ist, dass die Tiere die neuen Wege schnell annehmen und die Populationen sich wieder freier zwischen den Wäldern und Prärien bewegen können.
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- Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.
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