Commonwealth Games sammeln Plastik aus Ozeanen
Bis 2026 sollen eine Million Plastikteile aus Commonwealth-Gewässern entfernt werden – über 625.000 sind bereits eingesammelt.

Plastikmüll in den Meeren ist eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Jedes Jahr gelangen Millionen Tonnen Plastik in die Ozeane, wo sie sich nur sehr langsam zersetzen und Meerestieren schaden – von verhedderten Schildkröten bis zu Mikroplastik in Fischen. Die Commonwealth Games, die alle vier Jahre stattfinden und Athleten aus 56 Ländern und Territorien zusammenbringen, wollen nun einen Teil zur Lösung beitragen. Zum ersten Mal wurde der King's Baton Relay – der traditionelle Staffellauf, der vor den Spielen eine Botschaft des Commonwealth-Oberhaupts zur Eröffnungsfeier trägt – mit der Commonwealth Clean Oceans Plastics Campaign verknüpft.
Das Ziel ist praktisch und messbar: Bis zu den Spielen in Glasgow 2026 sollen eine Million Plastikteile aus Commonwealth-Gewässern entfernt werden. Die Kampagne hat bereits die Hälfte dieses Ziels übertroffen: Über 625.000 Plastikteile wurden von Gemeinden entlang der Relay-Route eingesammelt, wie ein Live-Tracker von Commonwealth Sport zeigt. Am West Kirby Beach in Merseyside, England, sammelten im Mai 25 Freiwillige 21 Kilogramm Müll, darunter 552 Plastikgegenstände – 111 davon trugen Markenlogos von 56 verschiedenen Unternehmen. Das zeigt, wie Verpackungsmüll aus Geschäften, Straßen und Haushalten an die Küsten gelangt.
Die fünffache paralympische Goldmedaillengewinnerin und ehemalige Commonwealth-Schwimmerin Ellie Simmonds unterstützte die Aktion vor Ort. „Sport ist so mächtig, er kann Veränderungen bewirken“, sagte sie dem Magazin Positive News. „Ich habe viele Jahre in gechlorten Becken geschwommen, aber seit meinem Rücktritt konnte ich mit vielen Ozeanschützern zusammenarbeiten und verstehen, warum Wasser und Ozeane so wichtig sind.“ Simmonds betont die Reichweite des Sports: „Millionen Menschen weltweit schauen zu – wenn Sport etwas verändern kann, entsteht ein Welleneffekt.“
Die Commonwealth-Nationen umfassen etwa ein Drittel der weltweiten Ozeanfläche, und fast die Hälfte der Mitgliedsländer sind kleine Inselstaaten, die besonders unter Meeresverschmutzung und steigenden Meeresspiegeln leiden. Die Kampagne gibt den Spielen in Glasgow 2026 eine zusätzliche Bedeutung: Neben Medaillen und Zuschauermassen soll auch ein messbarer ökologischer Beitrag stehen. Strandreinigungen allein lösen das Plastikproblem nicht, aber sie verhindern, dass Abfall in kleinere Fragmente zerfällt, liefern lokale Beweise für die häufigsten Müllarten und geben Gemeinden ein sichtbares Mittel, um für weniger Plastik in der Umwelt einzutreten.
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„Stell dir vor, dein Sportevent rettet die Ozeane! Die Commonwealth Games sammeln schon über 625.000 Plastikteile – Wahnsinn!"
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