Ökologie Neuirland

Drei verschollene Vogelarten auf Insel wiederentdeckt

Niederländisches Team findet auf New Ireland drei seit Jahrzehnten nicht gesehene Vogelarten an einem Tag.

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Niederländisches Team findet auf New Ireland drei seit Jahrzehnten nicht gesehene Vogelarten an einem Tag.

Im April 2026 machten sich vier niederländische Ornithologen – Casper Leygraaf, Cornel Schepers, Joep Duijvestijn und Danny Bregman – auf eine besondere Expedition. Ihr Ziel: die Hans-Meyer-Range, ein entlegenes Gebirge auf der Insel New Ireland im Bismarck-Archipel, östlich von Papua-Neuguinea. Dort wollten sie nach Vogelarten suchen, die seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen worden waren. Was ihnen gelang, ist selbst unter Fachleuten außergewöhnlich: Sie dokumentierten an einem einzigen Tag drei verschiedene „verschollene“ Arten.

Die erste Entdeckung machten sie gleich am ersten Morgen: einen Weißnackenlori, einen intensiv rot und grün gefärbten Papagei, der zuletzt 2008 nachgewiesen worden war. Wenig später, in größerer Höhe, fotografierten sie den Neuirland-Lederkopf, eine Art, die seit 2012 nicht mehr beobachtet wurde. Und während einer Pause flog ein kleiner Greifvogel in einen Baum – der Dreifarbensperber, von dem es seit 1994 keinen Nachweis mehr gab. Dieser Sperber gehört zu den am wenigsten erforschten Greifvögeln der Erde. Zusätzlich zu den Fotos gelangen den Forschern auch Tonaufnahmen der Rufe von Lori und Lederkopf – von beiden Arten fehlten solche Aufnahmen bislang.

Die Expedition wurde unter anderem von „Lost Birds“ unterstützt, einem Zusammenschluss von Organisationen, die die Suche nach vermissten Vogelarten fördert. Die Reise war beschwerlich: Die Forscher mussten tagelang mit Flugzeug, Auto und zu Fuß anreisen, erlebten ein heftiges Gewitter, das fast ihre gesamte technische Ausrüstung zerstörte. Möglich war die Exkursion nur mit Einwilligung der lokalen Bevölkerung, die zunächst skeptisch war, sich am Ende aber mit den Ornithologen mitfreute. Bisherige Besuche von Naturtouristen beschränkten sich meist auf das leichter zugängliche Tiefland, wo weite Teile des Regenwalds abgeholzt und durch Ölpalmen ersetzt wurden. Die Entdeckungen könnten nun dazu beitragen, die Hochlagen der Insel zu schützen – denn zahlungskräftige Vogelbeobachter könnten künftig eine wirtschaftliche Alternative zur Abholzung bieten.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Spektrum Wissenschaft.
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