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EU-Hilfe für Thailands Kautschukbauern

1,7 Millionen Kleinbauern erhalten Unterstützung, um die neuen EU-Entwaldungsregeln zu erfüllen.

15. Juni 2026 1 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

In den feuchten Wäldern Thailands beginnt die Arbeit für Sathit Phromraksa mitten in der Nacht. Mit seiner Frau ritzt er die Rinde von 500 Kautschukbäumen an, damit der Milchsaft in kleine Schalen tropft. Sein Hof ist winzig – nur 1,6 Hektar, etwa zwei Fußballfelder groß. Doch Sathit ist einer von rund 1,7 Millionen Kleinbauern, die zusammen 90 Prozent des thailändischen Naturkautschuks produzieren. Thailand ist der weltweit größte Produzent dieses Rohstoffs, der in Autoreifen, Handschuhen und tausend anderen Produkten steckt.

Doch nun droht neuer Druck von außen. Die Europäische Union hat eine Verordnung gegen Entwaldung (EUDR) beschlossen, die ab Januar 2027 gilt. Sie verlangt von allen Importeuren den Nachweis, dass ihre Produkte nicht von Flächen stammen, die nach dem 31. Dezember 2020 gerodet wurden. Für thailändische Kleinbauern ist das eine enorme Hürde: Viele haben keine Landtitel, keine GPS-Koordinaten ihrer Plantagen und keine Dokumentation über die Nutzungsgeschichte. Dabei roden sie meist gar keinen Regenwald – ihre Plantagen bestehen seit Generationen.

Die gute Nachricht: Private Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen springen ein. Sie starten Schulungsprogramme, helfen bei der Digitalisierung von Flächendaten und unterstützen die Bauern bei der Zertifizierung. Ziel ist es, die Lieferketten transparent zu machen, ohne die Kleinen zu überfordern. Denn der EU-Markt ist für Thailand wirtschaftlich bedeutend – und die Verordnung könnte sonst zu einem Handelshemmnis werden, das vor allem die Ärmsten trifft.

Sathit selbst hat bereits umgestellt: Früher setzte seine Familie viele Chemikalien ein, heute wirtschaftet er biologisch. „Ich habe den Hof von meinem Vater geerbt“, sagt der 59-Jährige. „Damals wurde viel gespritzt, aber jetzt machen wir es anders.“ Er hofft, dass die neue Hilfe ihm und seinen Nachbarn den Zugang zum europäischen Markt sichert – und gleichzeitig den Wald schützt, von dem alle abhängen.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Hast du gewusst, dass fast aller Naturkautschuk von Kleinbauern kommt? Jetzt hilft die EU ihnen, ohne den Regenwald zu roden – und sichert so ihre Zukunft."

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