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EU macht Schluss mit zollfreien Billigpaketen aus China

Seit dem 1. Juli 2026 fallen für Kleinpakete von Temu, Shein und Co. Gebühren an – das soll die Flut an Plastik- und Elektroschrott bremsen.

Wer schon einmal ein Paket von Temu oder Shein bestellt hat, kennt das Prinzip: extrem billige Ware, oft von zweifelhafter Qualität, verschickt in Unmengen direkt aus China. Weniger bekannt ist, dass diese Anbieter für ihre kleinen Sendungen bislang häufig gar keinen Zoll zahlen mussten – eine europäische Freigrenze machte es möglich.

Die Folge: Der europäische Markt wurde mit Plastik- und Elektroschrott geflutet, ohne dass die öffentliche Hand daran auch nur mitverdiente – geschweige denn die ökologischen und sozialen Kosten dieser Wegwerfware eingepreist waren.

Das ändert sich nun. Seit dem 1. Juli 2026 gelten für kleinere Pakete aus dem Nicht-EU-Ausland neue Regeln. Kern ist eine Pauschale von 3 Euro je Produktkategorie: Enthält ein Paket etwa drei Handyhüllen und sieben Hosen, fließen sechs Euro an die zuständige Zollbehörde.

Das klingt nach wenig, verändert aber die Rechnung: Ein Geschäftsmodell, das darauf beruht, möglichst viele Kleinstsendungen kosten- und abgabenfrei nach Europa zu bringen, wird damit spürbar teurer. Der Anreiz, Wegwerfware in großem Stil zu importieren, sinkt.

Es ist kein Verbot und keine große Umweltrevolution – aber ein struktureller Schritt: Zum ersten Mal werden die versteckten Kosten der Billig-Flut zumindest ansatzweise dorthin verlagert, wo sie entstehen. Ein erster Hebel gegen eine Logik, die bisher fast ausschließlich auf Menge und Wegwerfen setzte.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Die EU hat die Zollfreiheit für Billigpakete von Temu und Shein gekippt – seit dem 1. Juli wird die Wegwerfware teurer."

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