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Französisch-Polynesien schützt riesiges Meeresgebiet

200.000 Quadratmeilen Ozean werden vollständig geschützt – doppelt so groß wie Arizona.

Französisch-Polynesien, ein Überseeland Frankreichs im Pazifik, hat ein neues Meeresschutzgebiet ausgewiesen: die Te Tai Nui a Hau Marine Protected Area. Mit einer Fläche von 200.000 Quadratmeilen – etwa doppelt so groß wie Arizona – schützt es ein Gebiet nahe der Austral-, Marquesas- und West-Gesellschaftsinseln. Zusammen mit früheren Schutzgebieten sind nun rund 540.500 Quadratmeilen Ozean geschützt, das entspricht der doppelten Fläche von Texas. Das ist ein großer Schritt für den Meeresschutz.

Die Gewässer Französisch-Polynesiens beherbergen eine außergewöhnliche Artenvielfalt: Seevögel, Haie, Wale und viele endemische Arten, die es nur dort gibt. Sie dienen als wichtige Wanderrouten und Brutgebiete. In den neuen Schutzzonen sind alle extraktiven Aktivitäten verboten, also etwa industrielle Fischerei oder Bergbau. Erlaubt bleibt nur die traditionelle handwerkliche Fischerei mit einer Angel und von Booten unter 12 Metern Länge. So können die lokalen Gemeinschaften weiterhin auf ihre Weise fischen, ohne die Bestände zu gefährden.

Die Entscheidung ist das Ergebnis von über einem Jahrzehnt Arbeit, angeführt von polynesischen Gemeinschaften und lokalen Führungspersönlichkeiten. Unterstützt wurden sie von einer Koalition internationaler Partner, darunter die Pew Bertarelli Ocean Legacy, die Becht Foundation, der Bezos Earth Fund und die Wyss Foundation. Diese halfen bei Planung, Finanzierung und Umsetzung. „Vom Anfang an umfasste die Vision Küstenschutzzonen um die Inseln und ihre Seeberge, wo die handwerkliche Fischerei für die lokale Bevölkerung weitergeführt werden kann“, erklärte Donatien Tanret von Pew Bertarelli Ocean Legacy.

Präsident Moetai Brotherson hofft, dass die Entscheidung als Modell für großflächigen Meeresschutz dient, der auf lokaler Führung und traditioneller Bewirtschaftung beruht. Gleichzeitig trägt sie zum globalen Ziel bei, bis 2030 mindestens 30% der Ozeane zu schützen – bekannt als „30 by 30“. Umweltminister Taivini Teai betonte: „Diese Ankündigung spiegelt das Engagement Französisch-Polynesiens wider, unseren Ozean für zukünftige Generationen zu schützen und gleichzeitig die Gemeinschaften zu unterstützen, die von ihm abhängen.“

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

So erzählst du es weiter

„Französisch-Polynesien schützt ein Meeresgebiet doppelt so groß wie Arizona – und zeigt, wie traditionelles Wissen und Naturschutz zusammenpassen."

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