Gerettete Orang-Utans gründen neue wilde Population in Sumatra
Gerettete Orang-Utans brauchen oft jahrelange Vorbereitung, bevor sie wieder allein im Regenwald zurechtkommen – die meisten kommen aus dem illegalen Tierhandel oder aus Wäldern, die durch Abholzung zerstört wurden. Seit 2011 haben Naturschützer im Jantho-Naturreservat auf der indonesischen Insel Sumatra fast 200 solcher Tiere angesiedelt – mittlerweile wurden dort mindestens 10 Jungtiere geboren. Das zeigt: In einem Wald, der einst komplett ohne Orang-Utans war, entsteht gerade eine neue wilde Population, die sich selbst erhalten kann – ein seltener Erfolg für eine der am stärksten bedrohten Menschenaffenarten der Welt. Damit die junge Population weiter wachsen kann, muss der Wald an seinen Rändern jetzt vor wachsendem menschlichem Druck geschützt werden.
Vor 15 Jahren gab es im Jantho-Naturschutzgebiet im Westen der indonesischen Provinz Aceh auf der Insel Sumatra keinen einzigen Orang-Utan. Heute lebt dort eine wachsende wilde Population – aufgebaut fast ausschließlich aus geretteten und umgesiedelten Tieren.
Seit 2011 haben Naturschützer des Sumatran Orangutan Conservation Programme knapp 200 Sumatra-Orang-Utans nach Jantho gebracht. Die meisten von ihnen wurden zuvor aus dem illegalen Wildtierhandel befreit oder aus Gebieten umgesiedelt, in denen Abholzung und die Ausweitung der Landwirtschaft sie in Konflikt mit Menschen gebracht hatten. Das weitläufige, geschützte Waldgebiet des Reservats bot eine seltene Gelegenheit: einen Lebensraum aufzubauen, der die Art über Generationen hinweg tragen kann.
Orang-Utans in die Wildnis zurückzubringen ist keine einfache Aufgabe. Manche gerettete Tiere brauchen Jahre, um Fähigkeiten nachzulernen, die sie normalerweise von ihrer Mutter gelernt hätten – etwa welche Früchte essbar sind oder wie man sich zwischen den Baumkronen bewegt. Andere müssen sich erst an einen für sie fremden Wald gewöhnen. Nicht jede Auswilderung gelingt, doch die Bemühungen in Jantho zeigen bemerkenswerten Erfolg.
Forschende haben bestätigt, dass mindestens 10 Orang-Utans im Reservat geboren wurden – möglicherweise sind es noch mehr, die im dichten Wald bislang unentdeckt geblieben sind. Diese Geburten sind ein Zeichen dafür, dass sich der einst leere Wald zu einer selbsttragenden Heimat für eine der am stärksten vom Aussterben bedrohten Menschenaffenarten der Welt entwickelt.
Der Erfolg hängt jedoch von mehr ab als der Rehabilitation einzelner Tiere. Wie viele Schutzgebiete in Südostasien gerät auch Jantho an seinen Rändern zunehmend unter Druck durch menschliche Aktivität. Die neue Population zu sichern bedeutet deshalb auch, die Wälder und Flüsse zu schützen, auf die sowohl die Tierwelt als auch die umliegenden Gemeinden angewiesen sind.
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- Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.
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