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klima Südafrika · ZA

Gericht stoppt Shells Ölsuche vor Südafrikas Wildküste

Südafrikas Verfassungsgericht kippte die Explorationsrechte von Shell, weil betroffene Küstengemeinden nicht angehört wurden.

17. August 2026 1 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Südafrikas Wildküste in der Provinz Ostkap gilt als eine der letzten weitgehend unberührten Küstenregionen des Landes – Heimat von Fischergemeinden, die seit Generationen von Meer und Land leben, und von einer artenreichen Meeresfauna. 2021 kündigte der Ölkonzern Shell zusammen mit dem südafrikanischen Unternehmen Impact Africa an, vor dieser Küste eine seismische 3D-Untersuchung durchzuführen, um mögliche Öl- und Gasvorkommen aufzuspüren – ein erster Schritt Richtung Förderung.

Küstengemeinden und Umweltorganisationen zogen daraufhin vor Gericht. Sie argumentierten, die Behörden hätten die betroffenen Menschen nicht ausreichend einbezogen und weder die Gefahren für ihre spirituellen und kulturellen Rechte noch für ihre Lebensgrundlagen und die Meereswelt ausreichend geprüft. Am 14. August gab ihnen Südafrikas Verfassungsgericht recht und erklärte die Explorationsrechte von Shell und Impact Africa für nichtig.

In der Urteilsbegründung schrieb Richter Jody Kollapen, echte Konsultation betroffener Gemeinden sei kein bloßer Formalschritt, sondern bestätige die Würde der Menschen, deren Leben von solchen Entscheidungen betroffen ist. Das Gericht verwies zudem auf die historische Rolle, die Enteignung während der Apartheid gespielt habe, und ordnete den Fall in einen längeren Kampf von Küstengemeinden ein, ihr Land und ihre natürlichen Ressourcen gegen die Ausbeutung durch Konzerne zu verteidigen. Die Richter bezogen sich außerdem auf ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofs zu den Klimapflichten von Staaten und betonten, Entscheidungen über fossile Projekte müssten künftig wissenschaftlich fundiert und mit Blick auf ihre Klimafolgen getroffen werden.

Für die Küstengemeinden ist das Urteil ein doppelter Erfolg: Es verhindert vorerst die Ölsuche vor ihrer Haustür – und es stärkt grundsätzlich das Recht, bei Eingriffen in die eigene Heimat mitzureden. Weil Gerichtsurteile wie dieses als Präzedenzfall gelten, könnte die Entscheidung auch künftige Vorhaben anderer Konzerne an Südafrikas Küsten erschweren.

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„Südafrikas höchstes Gericht hat dem Ölkonzern Shell gerade die Erlaubnis entzogen, vor der Wildküste nach Öl zu suchen – ein Sieg für die Küstengemeinden."

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