Ökologie Region Südliche Ägäis

Griechenland schützt weltweit größte Mönchsrobben-Kolonie

Neues Meeresschutzgebiet um die unbewohnte Insel Gyaros sichert Lebensraum der stark bedrohten Tiere.

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KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.

Hintergrund

Die Mittelmeer-Mönchsrobbe (Monachus monachus) zählt zu den seltensten Meeressäugern der Welt. Ihre letzte große Zuflucht ist die unbewohnte griechische Insel Gyaros im Archipel der Kykladen. Dort lebt die größte bekannte Kolonie dieser Art – auf einer Insel, die jahrhundertelang als Verbannungsort und bis ins 20. Jahrhundert als Gefängnis für politische Gefangene diente. Seit 2013 arbeitet der WWF Griechenland dort an der Wiederherstellung des Ökosystems.

Was ist passiert

Der griechische Präsident hat ein neues Gesetz unterzeichnet, das ein nationales Meeresschutzgebiet um Gyaros schafft. Bislang galten nur regionale Schutzbestimmungen mit geringer Durchsetzungskraft. Künftig wird die Insel gemeinsam von der Küstenwache und dem Ministerium für Umwelt und Klimawandel verwaltet. Das Gebiet ist nicht nur für Robben wichtig: Auch bedrohte Sturmtaucher und artenreiches Pelagialleben profitieren.

Warum das wichtig ist

Die Ausweisung als nationales Schutzgebiet bedeutet einen strukturellen Wandel: Statt lokaler Verordnungen mit schwacher Kontrolle gibt es nun eine rechtlich verbindliche, zentral durchsetzbare Schutzzone. Das ist ein entscheidender Schritt für den Erhalt einer der am stärksten gefährdeten Robbenarten weltweit. WWF Griechenland nannte die Entscheidung einen „entscheidenden Meilenstein“ für den langfristigen Erhalt des Naturerbes der Insel.

Ausblick

Das Schutzgebiet soll nicht nur der Tierwelt dienen, sondern auch den lokalen Gemeinden der Nördlichen Kykladen zugutekommen – etwa durch nachhaltigen Tourismus und Fischerei. Die griechische Regierung signalisiert damit, dass sie den Artenschutz ernst nimmt. Ob die Maßnahmen ausreichen, um die Mönchsrobben langfristig zu retten, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Der Schritt ist jedoch ein starkes Signal für den Meeresschutz im Mittelmeer.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Good News Network.
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