Ökologie

Großbritannien verbietet Import von Regenwald-Produkten

Neue Regeln zwingen Unternehmen, ihre Lieferketten auf illegale Abholzung zu prüfen.

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Neue Regeln zwingen Unternehmen, ihre Lieferketten auf illegale Abholzung zu prüfen.

Die britische Regierung hat angekündigt, lang erwartete Regeln gegen die Abholzung von Regenwäldern voranzutreiben. Am 23. Juni erklärte das Umweltministerium (DEFRA), dass Unternehmen in Großbritannien künftig ihre Lieferketten überprüfen müssen. Betroffen sind Rohstoffe wie Soja, Palmöl, Kakao und Kautschuk – alles Produkte, die oft auf ehemaligen Regenwaldflächen angebaut werden. Die neuen Vorschriften sollen sicherstellen, dass diese Importe nicht zur illegalen Entwaldung beitragen.

Die Regeln basieren auf dem britischen Umweltgesetz von 2021, genauer gesagt auf dem sogenannten „Schedule 17“. Dieser Abschnitt schafft die rechtliche Grundlage für strenge Auflagen bei sogenannten „Waldrisiko-Rohstoffen“. Doch die Umsetzung ließ jahrelang auf sich warten – sehr zum Unmut von Umweltorganisationen. Cassie Dummett, Koordinatorin des britischen Bündnisses Forest Coalition, sagte gegenüber Mongabay: „Die Verzögerung war inakzeptabel, denn Großbritannien importiert Produkte, die mit Abholzung in Verbindung stehen. Das bedeutet, dass Verbraucher unwissentlich Abholzung mit ihrem Einkauf finanzieren.“

Die britischen Regeln orientieren sich stark an der EU-Verordnung zur Entwaldung (EUDR), die trotz mehrfacher Verschiebungen Ende 2026 in Kraft treten soll. Beide Regelwerke decken ähnliche Produkte ab, darunter Rinder, Kakao, Palmöl und Kautschuk. Für die britische Regierung ist der Schritt ein Signal: Nach Jahren des Stillstands will man nun Ernst machen mit dem Kampf gegen die globale Entwaldung. Ob die Regeln tatsächlich Wirkung zeigen, wird davon abhängen, wie konsequent sie kontrolliert und durchgesetzt werden.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.

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