Indonesien ratifiziert Fischerei-Arbeitsrechte
Neues Gesetz schützt 7 Millionen Fischer und stärkt Nachhaltigkeit

Die Fischerei auf hoher See ist eine der gefährlichsten und am wenigsten regulierten Branchen der Welt. Fischer arbeiten oft monatelang unter prekären Bedingungen, ohne feste Arbeitszeiten, ohne ausreichende medizinische Versorgung und ohne rechtlichen Schutz. Indonesien, der zweitgrößte Fischereiproduzent der Welt, hat nun einen historischen Schritt gemacht: Das Land hat das ILO-Übereinkommen 188 über die Arbeit in der Fischerei ratifiziert. Dieses Abkommen legt Mindeststandards fest – von der Unterkunft an Bord über die medizinische Versorgung bis hin zu Arbeitszeiten und Vertragsbedingungen.
Die Ratifizierung ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit einer breiten Koalition. Neben den traditionellen Arbeitsmarktakteuren – Regierung, Arbeitgeber und Gewerkschaften – waren auch Umweltorganisationen wie Greenpeace und die Environmental Justice Foundation beteiligt. Das indonesische Fischereiministerium spielte eine Schlüsselrolle, was zeigt, dass Arbeitsrechte in der Fischerei nicht allein vom Arbeitsministerium vorangetrieben werden können. Die Zusammenarbeit aller Beteiligten, das sogenannte "tripartite plus"-Modell, war entscheidend für den Erfolg.
Die Ratifizierung hat weitreichende Folgen: Sie schützt nicht nur die Fischer, sondern stärkt auch den Kampf gegen illegale Fischerei und Überfischung. Denn Schiffe, die Arbeitsrechte missachten, fischen oft auch illegal. Zudem steigt die Nachfrage nach nachhaltig gefangenen Meeresfrüchten – und Indonesien kann nun mit gutem Gewissen exportieren. Das Land setzt damit ein Zeichen für die gesamte Region und könnte andere asiatische Fischereinationen dazu bewegen, ähnliche Standards einzuführen.
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„Indonesien hat gerade Arbeitsrechte für 7 Millionen Fischer ratifiziert – ein riesiger Schritt gegen Ausbeutung auf See."
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