Honduras: 8.000 Soldaten gegen Abholzung
Militär soll bis 2029 die Entwaldung stoppen – doch Experten zweifeln an der Nachhaltigkeit.

Honduras‘ Wälder gehören zu den artenreichsten der Welt – doch sie verschwinden schneller als fast überall sonst in Amerika. Schuld sind illegale Abholzung, Viehzucht, Bergbau und der Handel mit Tropenholz, oft von mächtigen kriminellen Gruppen organisiert. Im Mai 2024 erklärte der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat den Notstand für die Wälder und startete den Plan „Null Entwaldung bis 2029“. Kern der Strategie: ein Umweltbataillon mit 8.000 Soldaten, das Schutzgebiete wie das Río-Plátano-Biosphärenreservat zurückerobern soll. Junge zivile Wissenschaftler führen nun bewaffnete Patrouillen in Gebiete, in denen Kartelle aktiv sind. Die Idee: Militärpräsenz soll die illegalen Aktivitäten unterbinden und die Wälder schützen. Doch die Militarisierung des Umweltschutzes ist umstritten. Professor Kendra McSweeney von der Ohio State University, die seit Jahren zu Naturschutz in Zentralamerika forscht, sagt: „Militarisierung ist keine langfristige Lösung. Ohne größere Investitionen in öffentliche Politik, Führung und Rechtsdurchsetzung kann das nicht funktionieren.“ Die Frage bleibt: Stoppt Militär die Abholzung – oder schafft es neue Risiken für Umweltschützer und Wälder?
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„Honduras schickt 8.000 Soldaten in den Regenwald, um die Abholzung zu stoppen. Kann das klappen?"
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