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Kolumbien: Neues Gesetz stoppt Rinder aus illegaler Abholzung

54% des Landes sind Wald – Rinder waren Haupttreiber der Zerstörung. Jetzt wird die Herkunft jedes Tieres nachverfolgbar.

09. Juni 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Kolumbien ist eines der waldreichsten Länder der Welt: Rund 54 Prozent der Landesfläche, etwa 60 Millionen Hektar, sind von tropischem Regenwald bedeckt. Doch dieser Wald schrumpft – und Rinder sind einer der Hauptgründe. Immer wieder werden geschützte Wälder illegal gerodet, um neue Weideflächen für die riesigen Rinderherden des Landes zu schaffen. Kolumbien hat über 29,7 Millionen Rinder, Tendenz steigend. Bislang war es nahezu unmöglich, die Herkunft eines Steaks oder einer Lederjacke bis zur Weide zurückzuverfolgen. Das ändert sich jetzt grundlegend.

Am 4. Juni 2025 hat das kolumbianische Parlament ein Gesetz zur Rückverfolgbarkeit von Rindern verabschiedet. Es verpflichtet alle Akteure der Lieferkette – von der Farm über den Transport bis zum Schlachthof –, die Herkunft jedes einzelnen Tieres zu dokumentieren. Damit soll sichergestellt werden, dass kein Fleisch aus illegal gerodeten Gebieten in den Handel gelangt. Der Abgeordnete Juan Carlos Losada, einer der Initiatoren des Gesetzes, nannte es „das mächtigste Werkzeug, um festzustellen, ob das Fleisch, das die Menschen essen, aus abgeholzten Gebieten stammt“. Das Gesetz erlaubt es den Behörden zudem, in besonders gefährdeten Regionen sogenannte Hochüberwachungszonen einzurichten.

Der Weg zu diesem Gesetz war lang. Bereits 2021 und 2022 scheiterten ähnliche Vorstöße im Kongress. Eine weitere Version verfiel 2024, weil sie die parlamentarischen Hürden nicht rechtzeitig nahm. Parallel dazu hatte die Europäische Union mit der EU-Verordnung gegen Entwaldung (EUDR) einen neuen Standard gesetzt: Unternehmen, die mit der EU handeln, müssen künftig nachweisen, dass ihre Produkte nicht von gerodeten Flächen stammen. Kolumbien, ein wichtiger Rindfleisch-Exporteur, steht nun unter Druck, diesen Standard zu erfüllen – und hat mit dem neuen Gesetz einen entscheidenden Schritt gemacht.

Die Bedeutung des Gesetzes reicht weit über Kolumbien hinaus. Es zeigt, dass sich Umwelt- und Handelspolitik verbinden lassen, wenn der politische Wille da ist. Für die kolumbianischen Wälder könnte es eine echte Wende bedeuten: Wer künftig Rinder hält, muss nachweisen können, wo sie gegrast haben. Wer das nicht kann, darf nicht mehr liefern. Das ist ein starkes Signal gegen die Straflosigkeit, die die Abholzung in vielen Regionen bisher begleitet hat.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Kolumbien macht Schluss mit Regenwald-Fleisch – ab jetzt wird jedes Rind bis zur Herkunft zurückverfolgt. Krass, oder?"

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