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klima Europäische Union · EU

Luftverschmutzung in Europa binnen zehn Jahren stark gesunken

Schadstoffe aus Industrie und Verkehr sanken um bis zu 59 Prozent – dank strengerer Umweltauflagen und saubererer Technik.

Die Luft in Europa wird seit Jahren spürbar sauberer – das zeigt der aktuelle Jahresbericht zur Luftqualität 2025 des Copernicus-Programms für Atmosphärenbeobachtung (CAMS), einem EU-Dienst, der die Schadstoffbelastung in der Luft seit über zehn Jahren misst. „Das Gesamtbild bleibt positiv", heißt es in dem Bericht.

Gemeint sind vor allem zwei Gruppen von Luftschadstoffen, die aus Fabrikschornsteinen und Autoauspuffen stammen: Schwefeloxide, die etwa aus der Industrie entweichen, und Stickoxide, die vor allem beim Verbrennen von Kraftstoff entstehen. Beide Stoffe reizen die Atemwege, begünstigen Asthma und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und tragen zu saurem Regen bei.

Laut CAMS-Daten sind die Emissionen dieser Schadstoffe in der EU im vergangenen Jahrzehnt um etwa 3 bis 5 Prozent pro Jahr gesunken. Seit 2015 gingen die Schwefeloxid-Emissionen der Industrie um 59 Prozent zurück, die Stickoxid-Emissionen der Industrie um 39 Prozent. Auch beim Straßenverkehr zeigt sich der Effekt deutlich: Die Stickoxid-Emissionen sanken dort um 40 Prozent, der Ausstoß von Feinstaub (PM2.5) um 34 Prozent.

Der Bericht macht deutlich, dass diese Entwicklung kein Zufall ist, sondern das Ergebnis von langjährigen Luftreinhaltepolitiken, technologischen Verbesserungen und saubereren Industrie- und Verkehrssystemen in ganz Europa. Gleichzeitig weisen die Autoren darauf hin, dass wetterbedingte Schwankungen von Jahr zu Jahr die gemessenen Werte beeinflussen können – der langfristige Trend zeige aber klar nach unten.

CAMS ist einer von sechs Diensten des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus, das die Umweltbedingungen in Europa zum Nutzen aller Bürgerinnen und Bürger überwacht. Der Dienst will künftig nicht nur zeigen, wo in mehr als 120 europäischen Städten Verschmutzung auftritt, sondern auch, wodurch sie verursacht wird – als Grundlage für weitere gezielte Maßnahmen.

Für die Menschen in Europa bedeutet der Rückgang vor allem eines: weniger Schadstoffe in der Atemluft, die sie tagtäglich einatmen – ein Effekt, der sich nicht in einer einzelnen Schlagzeile zeigt, sondern über Jahre hinweg in der Gesundheit von Millionen Menschen bemerkbar macht.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„In zehn Jahren sind die giftigsten Abgase in Europa um bis zu 59 Prozent gesunken – offiziell gemessen, nicht geschätzt."

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