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Windparks im Meer halfen den USA durch die Hitzewelle

Öl-Notkraftwerke liefen 37 Prozent weniger, weil Windstrom von der Küste die Klimaanlagen mit versorgte.

Beat: Klima & Energie · Fachquelle
26. Juli 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Grist

Wenn in den USA an heißen Sommertagen überall die Klimaanlagen laufen, springen normalerweise sogenannte Peaker-Kraftwerke an – Reservekraftwerke, die nur bei extremer Nachfrage Strom liefern, meist mit Öl befeuert, teuer im Betrieb und besonders klimaschädlich. Anfang Juli 2026 zeigte sich in Neuengland im Nordosten der USA, dass es dafür inzwischen eine Alternative gibt: Zwei Offshore-Windparks vor der Küste lieferten während einer Hitzewelle mit gefährlich hohen Temperaturen konstant hunderte Megawatt Strom ins Netz – genau dann, wenn die Menschen ihre Klimaanlagen auf Hochtouren laufen ließen.

Die Wirkung lässt sich in Zahlen fassen. Am Hitzetag mit der höchsten Nachfrage, dem 2. Juli 2026, stammten laut der Datenfirma Grid Status nur noch knapp 10 Prozent des regionalen Stroms aus Öl – im Jahr zuvor, während einer vergleichbaren Hitzewelle im Juni 2025, waren es noch fast 15 Prozent gewesen. Über die gesamte viertägige Hitzeperiode hinweg sank die Menge an Öl-Strom um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ein Teil davon geht laut den Analysten auf eine leicht geringere Gesamtnachfrage zurück, der wichtigste Faktor war jedoch die stärkere Produktion der neuen Windparks. Hinzu kamen eine neue Stromleitung aus Kanada und zusätzlicher Solarstrom von Hausdächern, die die Netzlast weiter senkten.

Offshore-Windkraft galt bislang vor allem als Absicherung für kalte Wintermonate, wenn in Neuengland wegen des Umstiegs auf elektrische Heizungen besonders viel Strom gebraucht wird und der Wind auf See am stärksten weht. Die aktuelle Hitzewelle zeigt nun, dass die Anlagen auch im Sommer eine spürbare Rolle spielen, obwohl der Wind in dieser Jahreszeit im Schnitt schwächer weht. Die beiden aktiven Windparks, Vineyard Wind vor Massachusetts und Revolution Wind vor Rhode Island, haben ihren Betrieb erst in den vergangenen Monaten aufgenommen und liefen während der Hitzetage noch nicht einmal mit voller Kapazität.

Für die Menschen in der Region bedeutet weniger Öl-Verstromung vor allem geringere Kosten und sauberere Luft, denn Öl-Kraftwerke gehören zu den teuersten und schmutzigsten Arten der Stromerzeugung. Der Netzbetreiber ISO New England hatte schon nach der vorangegangenen Hitzewelle betont, dass die Region jede verfügbare Erzeugungsquelle brauche, um die Versorgung sicherzustellen. Sollten alle fünf derzeit im Bau befindlichen Windparks vor der Ostküste fertiggestellt werden, kämen zusammen rund sechs Gigawatt saubere Kapazität hinzu – genug, um sowohl klirrend kalte Winter- als auch lebensgefährlich heiße Sommertage zuverlässiger abzufedern.

Die Entwicklung der Projekte verlief dabei nicht ungestört: Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump versuchte mehrfach, den Bau der Windparks zu stoppen, unter anderem durch einen zeitweisen Baustopp für Revolution Wind, der erst durch ein Gerichtsurteil aufgehoben wurde. Die bereits ans Netz gegangenen Anlagen liefern nun trotzdem täglich Belege für ihren Nutzen. „Jetzt haben wir die ersten Projekte am Netz, die tatsächlich Strom produzieren, und die Datenlage ist eindeutig: Offshore-Windkraft ist ein neuer amerikanischer Energiesektor mit einer großen Rolle für die wachsende Stromnachfrage dieser Region“, sagte die Energie-Beraterin Fara Courtney.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Bei der Hitzewelle in den USA liefen die Klimaanlagen auf Hochtouren – aber diesmal kam viel mehr Strom vom Wind auf See statt aus Öl-Kraftwerken."

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