Ökologie

Malaysia verbietet die Einfuhr von Elektroschrott komplett

Weil reiche Länder ihren ausrangierten Elektroschrott oft nicht selbst recyceln wollen, landet er häufig in ärmeren Ländern – dort wird er unter giftigen Bedingungen zerlegt, um wertvolle Metalle herauszuholen. Malaysia hat im April 2026 ein komplettes Einfuhrverbot für Elektroschrott erlassen, um seine Rolle als eines der wichtigsten Zielländer für den illegalen Handel mit solchem Müll zu beenden. Eine eigens gegründete Taskforce namens „Op Green Shield“ kontrollierte zwischen Januar und Juli 2026 bereits 685 Container und schickte über 3.000 Tonnen Elektroschrott zurück in die Ursprungsländer. Schmuggler deklarieren den Müll häufig fälschlich als normale Rohstoffe, um durch den Zoll zu kommen – allein der Hafen Port Klang wickelte in den ersten fünf Monaten 2026 rund 3,2 Millionen Container ab, was die Kontrolle erschwert.

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Weil reiche Länder ihren ausrangierten Elektroschrott oft nicht selbst recyceln wollen, landet er häufig in ärmeren Ländern – dort wird er unter giftigen Bedingungen zerlegt, um wertvolle Metalle herauszuholen. Malaysia hat im April 2026 ein komplettes Einfuhrverbot für Elektroschrott erlassen, um seine Rolle als eines der wichtigsten Zielländer für den illegalen Handel mit solchem Müll zu beenden. Eine eigens gegründete Taskforce namens „Op Green Shield“ kontrollierte zwischen Januar und Juli 2026 bereits 685 Container und schickte über 3.000 Tonnen Elektroschrott zurück in die Ursprungsländer. Schmuggler deklarieren den Müll häufig fälschlich als normale Rohstoffe, um durch den Zoll zu kommen – allein der Hafen Port Klang wickelte in den ersten fünf Monaten 2026 rund 3,2 Millionen Container ab, was die Kontrolle erschwert.

Alte Smartphones, kaputte Laptops, ausrangierte Kühlschränke: Elektroschrott gehört zu den am schnellsten wachsenden Müllarten der Welt. Weil das fachgerechte Recycling in reichen Ländern teuer ist, wird ein Teil davon illegal in ärmere Länder verschifft – dort zerlegen oft ungeschützte Arbeiter die Geräte von Hand, um Kupfer, Gold oder andere Metalle herauszuholen. Dabei werden giftige Stoffe wie Blei oder Quecksilber freigesetzt, die Böden, Wasser und Menschen belasten.

Malaysia galt jahrelang als eines der wichtigsten Zielländer für diesen illegalen Handel. Im April 2026 hat das Land nun ein komplettes Einfuhrverbot für Elektroschrott erlassen, das genau das beenden soll, berichtet die Journalistin Ashley Yeong für Mongabay.

Damit die Regel nicht nur auf dem Papier steht, wurde eine spezialisierte Taskforce namens „Op Green Shield“ ins Leben gerufen. Zwischen Januar und Juli 2026 kontrollierte sie 685 Schiffscontainer und schickte dabei mehr als 3.000 Tonnen Elektroschrott zurück in die Länder, aus denen er kam.

Die Herausforderung dabei ist enorm: Allein der Hafen Port Klang an der malaysischen Westküste wickelte in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 etwa 3,2 Millionen Standardcontainer ab. Schmuggler nutzen diese schiere Menge aus, indem sie Elektroschrott in den Frachtpapieren einfach als normale Rohstoffe deklarieren – für die Zollbehörden ist es fast unmöglich, jeden einzelnen Container zu prüfen.

Ein zentrales Problem bleibt laut Jim Puckett von der Umweltorganisation Basel Action Network die internationale Rechtslage: Die USA, einer der weltweit größten Exporteure von Elektroschrott, sind nicht Teil der Basler Konvention, jenes internationalen Abkommens, das den Handel mit gefährlichem Müll eigentlich regeln soll. Das erschwert es Ländern wie Malaysia, den Schrott konsequent an der Quelle zu stoppen.

Trotzdem zeigt das neue Gesetz erste Wirkung: Mit dem klaren Einfuhrverbot und einer eigenen Kontrolleinheit hat Malaysia eines der größten Schlupflöcher für den globalen Elektroschrotthandel ein Stück weit geschlossen – und macht damit anderen südostasiatischen Ländern vor, wie sich der giftige Handel eindämmen lässt.

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Primärquelle
Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.