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Malaysia verbietet die Einfuhr von Elektroschrott komplett

Ein neues Gesetz soll den illegalen Handel mit giftigem E-Müll stoppen – schon jetzt kamen 3.000 Tonnen zurück.

05. August 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Alte Smartphones, kaputte Laptops, ausrangierte Kühlschränke: Elektroschrott gehört zu den am schnellsten wachsenden Müllarten der Welt. Weil das fachgerechte Recycling in reichen Ländern teuer ist, wird ein Teil davon illegal in ärmere Länder verschifft – dort zerlegen oft ungeschützte Arbeiter die Geräte von Hand, um Kupfer, Gold oder andere Metalle herauszuholen. Dabei werden giftige Stoffe wie Blei oder Quecksilber freigesetzt, die Böden, Wasser und Menschen belasten.

Malaysia galt jahrelang als eines der wichtigsten Zielländer für diesen illegalen Handel. Im April 2026 hat das Land nun ein komplettes Einfuhrverbot für Elektroschrott erlassen, das genau das beenden soll, berichtet die Journalistin Ashley Yeong für Mongabay.

Damit die Regel nicht nur auf dem Papier steht, wurde eine spezialisierte Taskforce namens „Op Green Shield“ ins Leben gerufen. Zwischen Januar und Juli 2026 kontrollierte sie 685 Schiffscontainer und schickte dabei mehr als 3.000 Tonnen Elektroschrott zurück in die Länder, aus denen er kam.

Die Herausforderung dabei ist enorm: Allein der Hafen Port Klang an der malaysischen Westküste wickelte in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 etwa 3,2 Millionen Standardcontainer ab. Schmuggler nutzen diese schiere Menge aus, indem sie Elektroschrott in den Frachtpapieren einfach als normale Rohstoffe deklarieren – für die Zollbehörden ist es fast unmöglich, jeden einzelnen Container zu prüfen.

Ein zentrales Problem bleibt laut Jim Puckett von der Umweltorganisation Basel Action Network die internationale Rechtslage: Die USA, einer der weltweit größten Exporteure von Elektroschrott, sind nicht Teil der Basler Konvention, jenes internationalen Abkommens, das den Handel mit gefährlichem Müll eigentlich regeln soll. Das erschwert es Ländern wie Malaysia, den Schrott konsequent an der Quelle zu stoppen.

Trotzdem zeigt das neue Gesetz erste Wirkung: Mit dem klaren Einfuhrverbot und einer eigenen Kontrolleinheit hat Malaysia eines der größten Schlupflöcher für den globalen Elektroschrotthandel ein Stück weit geschlossen – und macht damit anderen südostasiatischen Ländern vor, wie sich der giftige Handel eindämmen lässt.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Malaysia hat gerade den kompletten Import von Elektroschrott verboten – und schon 3.000 Tonnen zurückgeschickt."

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