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tiere Nepal · NP

Nepals Tigerbestand hat sich in 16 Jahren fast vervierfacht

429 Wildtiger leben inzwischen in Nepal – dank geschützter Lebensräume, Wilderei-Bekämpfung und neuer Wasserstellen.

18. August 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

In Nepal hat sich der Bestand wildlebender Tiger in den vergangenen Jahren deutlich erholt. Die neueste Zählung der nepalesischen Naturschutzbehörde kommt auf 429 Tiere – ein spürbarer Sprung gegenüber den 355 Tigern, die 2022 gezählt wurden, und fast eine Vervierfachung im Vergleich zu vor 16 Jahren, als die Art im Land als stark bedroht galt.

Bed Kumar Dhakal, Sprecher der Abteilung für Nationalparks und Wildtierschutz, führt den Erfolg auf mehrere Maßnahmen zurück: den Schutz und die Pflege von Lebensräumen, die Bekämpfung von Wilderei, den Schutz von Beutetieren wie Hirschen und Wildschweinen sowie die Erhaltung sogenannter biologischer Korridore – das sind Landstreifen, die getrennte Schutzgebiete miteinander verbinden, damit Tiere zwischen ihnen wandern können.

Ein genauerer Blick auf die Zahlen zeigt allerdings, dass die Erholung ungleich verläuft. Der Zuwachs konzentriert sich fast vollständig auf die jüngsten Nationalparks des Landes, Banke, Parsa und Shuklaphanta. Im zweitältesten Park, Bardiya, ging die Tigerpopulation dagegen zurück.

Der Naturschutzforscher Shant Raj Jnawali erklärt das ungleiche Wachstum nicht mit besserem oder schlechterem Management, sondern mit der Wasserverfügbarkeit, der Ausbreitung von Unkrautarten und einer verbesserten Verbindung zu möglichen Lebensräumen im benachbarten Indien. „Wir sehen, dass einige Gebiete in Bardiya, besonders entlang des Geruwa-Flusses, und im westlichen Chitwan von Dürre betroffen sind, weil sich der Flusslauf verändert“, sagt Jnawali.

Diese Trockenperioden könnten Tiger in Richtung der Parks mit besserer Wasserversorgung treiben, etwa nach Banke und Parsa, wo Behörden stark in künstlich angelegte Teiche investiert haben. Zusätzlich leiden ältere Parks unter invasiven Pflanzen wie der Bitterranke (Mikania micrantha), einer schnell wuchernden Kletterpflanze, die einheimische Vegetation verdrängt und so den Lebensraum für Beutetiere verschlechtert.

Der Gesamttrend bleibt trotz dieser Ungleichheit positiv: Nepal gehört zu den wenigen Ländern weltweit, denen es gelungen ist, seine Tigerpopulation innerhalb weniger Jahrzehnte deutlich zu steigern, statt sie weiter schrumpfen zu lassen. Das liegt auch daran, dass das Land früh auf ein Netzwerk von Schutzgebieten und eine konsequente Wilderei-Bekämpfung gesetzt hat.

Damit dieser Erfolg nicht an den älteren Parks vorbeigeht, dürfte es nötig sein, auch dort in Wasserinfrastruktur und die Bekämpfung invasiver Pflanzen zu investieren – ähnlich wie es in den jüngeren Parks bereits geschieht. Die Entwicklung zeigt, wie eng Artenschutz mit dem Zustand ganzer Ökosysteme verknüpft ist: Ohne funktionierende Flüsse und intakte Vegetation nützt der beste Wilderei-Schutz am Ende wenig.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Nepals Tiger waren fast verschwunden. Heute zählt das Land 429 – fast viermal so viele wie vor 16 Jahren."

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