New York: Kindeswohl wird oberstes Gebot bei Sorgerecht
Nach zehnjährigem Kampf einer Mutter: Gerichte müssen künftig Missbrauchsvorwürfe über alles andere stellen.

Jacqueline Franchetti aus Long Island kämpfte zehn Jahre lang für ein Gesetz, das ihresgleichen schützen soll. Ihre Tochter Kyra wurde von ihrem Vater getötet, obwohl Franchetti dem Gericht Beweise für Stalking und Drohungen vorgelegt hatte. Der Richter sah den Vater als „geringes Risiko“ und sprach das gemeinsame Sorgerecht zu. Kyra starb bei einer erweiterten Selbsttötung.
Das neue Gesetz, das nun auf dem Schreibtisch von Gouverneurin Kathy Hochul liegt, zwingt Richter in New York, bei Sorgerechtsentscheidungen Kindeswohl und Hinweise auf häusliche Gewalt oder Kindesmissbrauch über alle anderen Faktoren zu stellen. Bisher konnten solche Vorwürfe leichter übergangen werden. Franchetti musste die Formulierung mehrfach überarbeiten, um sicherzustellen, dass unbegründete Behauptungen das Verfahren nicht belasten.
Die Unterstützung war enorm: Rund 300.000 Menschen schrieben ihren Abgeordneten oder gingen auf die Straße, um für „Kyra's Law“ zu demonstrieren. Franchetti selbst bezeichnete die Verabschiedung als „sehr emotional“. Die Fachanwältin Patricia Pastor erklärte, das Gesetz werde Richtern helfen, Kindersicherheit zur obersten Priorität zu machen. Hochul hat bis Jahresende Zeit, das Gesetz zu unterzeichnen oder zurückzuweisen.
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„Eine Mutter kämpfte zehn Jahre – jetzt müssen New Yorker Richter Kindeswohl über alles andere stellen."
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