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New York zahlt 189 Millionen Dollar gegen Ferien-Hunger

Wenn Schulen schließen, endet für arme Kinder in den USA das kostenlose Essen – New York füllt die Lücke für 2 Mio. Kinder.

Für Kinder aus einkommensschwachen Familien in den USA bedeutet der letzte Schultag vor den Sommerferien oft mehr als nur unterrichtsfrei: Mit der Schule schließt auch die Kantine, die während des Schuljahres täglich ein kostenloses oder vergünstigtes Mittagessen bereitstellt. Diese Versorgungslücke schließt der US-Bundesstaat New York inzwischen mit einem eigenen Programm namens Summer EBT (Electronic Benefits Transfer, elektronische Guthabenkarte).

Gouverneurin Kathy Hochul gab am 1. Juli bekannt, dass bereits 189 Millionen Dollar an fast 1,6 Millionen einkommensschwache Kinder im Bundesstaat ausgezahlt wurden. Bis zum Ende der Sommerferien sollen es rund 240 Millionen Dollar für etwa 2 Millionen Kinder werden. Jedes berechtigte Kind erhält 120 Dollar auf eine Karte, die wie die reguläre Lebensmittelhilfe SNAP in Supermärkten und auf Wochenmärkten eingelöst werden kann.

Familien, die bereits Leistungen wie SNAP, Sozialhilfe oder die Krankenversicherung Medicaid erhalten, werden automatisch registriert; alle anderen können sich noch bis zum 8. September 2026 online anmelden. Wichtig dabei: Das Guthaben verfällt 122 Tage nach Ausstellung, wer die Karte erhält, sollte sie also zeitnah nutzen.

Wie wichtig solche Programme sind, zeigt eine Untersuchung des US-Landwirtschaftsministeriums: Sommer-Lebensmittelhilfen senken demnach den Anteil der Kinder mit sehr niedriger Ernährungssicherheit um etwa ein Drittel. „Kinder, die während des Schuljahres Schulessen bekommen, erhalten in den Ferien keine staatlich finanzierte Verpflegung mehr, wenn die Schulen geschlossen sind", bringt es Joel Berg, Chef der Organisation Hunger Free America, auf den Punkt. Auch wirtschaftlich wirkt sich das Programm aus: Die Gelder fließen direkt in lokale Supermärkte und Wochenmärkte in den betroffenen Vierteln, wie No-Kid-Hungry-Direktorin Rachel Sabella betont.

New Yorks Investition in die Ernährungssicherheit von Kindern geht über das Sommerprogramm hinaus: Der Bundesstaat hat zusätzlich 51 Millionen Dollar für Hilfsprogramme gegen Hunger, 15 Millionen Dollar für Lebensmittelbanken und 55 Millionen Dollar für ein Programm zur Unterstützung lokaler Landwirtschaft bereitgestellt. Weitere 395 Millionen Dollar sichern bis zum Haushaltsjahr 2027 kostenloses Schulessen für alle Kinder im Bundesstaat, unabhängig vom Einkommen der Eltern.

Der Hintergrund: Auf Bundesebene drohen derzeit Kürzungen bei Ernährungsprogrammen, weshalb New Yorks Senatorin Kirsten Gillibrand sich zugleich dafür einsetzt, das Sommerprogramm dauerhaft auf Bundesebene zu verankern. Für Millionen Familien in New York bedeutet das Programm konkret: eine verlässliche Lücke weniger in den ohnehin knappen Sommermonaten.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„In New York bekommen bald 2 Millionen Kinder Geld fürs Essen in den Sommerferien — weil mit der Schule sonst auch das kostenlose Mittagessen wegfällt."

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