Paris kühlt tausende Gebäude mit dem Wasser der Seine
Statt Klimaanlagen nutzt die Stadt kaltes Flusswasser – und will das System verdreifachen.
Jede Klimaanlage macht dasselbe: Sie zieht Wärme aus einem Gebäude und gibt sie nach draußen ab. An einem heißen Tag drücken Millionen Geräte gemeinsam die Straßentemperatur nach oben – und machen den nächsten heißen Tag noch schlimmer.
„Alles, was Energie braucht, gibt Wärme ab, und diese Wärme muss irgendwohin“, sagt Sophie Parison, eine Pariser Forscherin, die sich mit städtischer Hitze und Kühlung beschäftigt.
Paris baut seit dreißig Jahren an einem anderen Modell – und plant nun, es zu verdreifachen. Das System heißt „Fraîcheur de Paris“, was sich frei mit „die Frische von Paris“ übersetzen lässt. Es betreibt 120 Kilometer unterirdische Rohre unter der Stadt.
Durch diese Rohre fließt kaltes Wasser, das unter anderem aus der Seine gewonnen wird. Es kühlt Gebäude, ohne dass jedes Haus eine eigene Klimaanlage braucht, die ihre Abwärme auf die Straße bläst. Die Wärme landet nicht in der ohnehin aufgeheizten Stadtluft.
Angeschlossen sind bereits tausende Gebäude – von Museen über Krankenhäuser bis zu Büros. Mit der geplanten Verdreifachung sollen es deutlich mehr werden.
Der Reiz des Ansatzes liegt darin, dass er ein Kernproblem der Klimaanpassung löst: kühlen, ohne die Umgebung weiter aufzuheizen. Angesichts immer heißerer Sommer ist das ein Modell, von dem viele Städte lernen könnten.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
So erzählst du es weiter
„Paris kühlt tausende Gebäude nicht mit Klimaanlagen, sondern mit kaltem Wasser aus der Seine – und will das jetzt verdreifachen."
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