Paris verbessert Luftqualität durch Verkehrswende
Stickstoffdioxid-Belastung sank von 400.000 auf 5.000 betroffene Menschen in vier Jahren.

Der Verkehrssektor ist das Sorgenkind der deutschen Klimapolitik. Seit den 1990er-Jahren stagniert der CO2-Ausstoß bei rund 146 Millionen Tonnen pro Jahr – obwohl Autos immer sparsamer werden. Der Grund: Wir fahren einfach mehr. Technische Fortschritte werden durch stetig wachsende Verkehrsleistungen fast vollständig aufgefressen. Die Lösung heißt Verkehrswende, aber wie kann die in der Praxis aussehen?
Der Journalist Ingwar Perowanowitsch ist für seinen Film „Cycling Cities“ mit dem Fahrrad durch Europa gereist – von Freiburg über Paris, Utrecht, Amsterdam bis nach Kopenhagen. Überall hat er sich angesehen, wie Städte den Umbau schaffen. Sein Fazit: „Das Versprechen der Verkehrswende ist, dass sie allen Menschen zugutekommt – auch den Autofahrern.“
Ein besonders gutes Beispiel ist Paris. Die französische Hauptstadt hat in den vergangenen Jahren das Auto zurückgedrängt und Platz für andere Verkehrsformen geschaffen. Massiv wurden Parkplätze abgebaut und die Flächen in Parks und Plätze umgewandelt. Das Ergebnis ist messbar: Waren 2019 noch 400.000 Menschen im Großraum Paris einer über den Grenzwerten liegenden Belastung mit Stickstoffdioxid ausgesetzt, sank die Zahl bis 2023 auf nur noch 5.000. Die Luftqualität hat sich also dramatisch verbessert.
Perowanowitsch betont: „Jede Stadt, die den lebenswerten Umbau geschafft hat oder gerade dabei ist, ihn zu schaffen, hat eine Lösung für das Parkplatzproblem gefunden.“ Das zeigt: Verkehrswende ist kein frommer Wunsch, sondern machbar – wenn der politische Wille da ist. Paris macht vor, wie es geht.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„Paris hat es vorgemacht: Weniger Parkplätze, bessere Luft. Die Zahl der Menschen mit gefährlich hohen Stickstoffwerten sank von 400.000 auf 5.000."
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