Gesundheit

Pflanzliche Ernährung spart Geld und schützt das Klima

Mit einfachen Zutaten und weniger Fleisch lässt sich der Geldbeutel schonen und die Umwelt entlasten.

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KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.

Steigende Lebensmittelpreise belasten viele Haushalte in Deutschland. Wer beim Einkaufen auf Grundzutaten statt auf Fertigprodukte setzt, kann jedoch Geld sparen und sich gleichzeitig ausgewogen ernähren, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Annette Sabersky. Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse sowie selbst zubereitete Mahlzeiten bilden demnach die Basis einer günstigen Ernährung. Fertigprodukte sind im Vergleich oft deutlich teurer. Auch bei tierischen Lebensmitteln lohnt sich ein bewussterer Umgang: Fleisch, Fisch und Käse müssen nicht komplett vom Speiseplan verschwinden, sollten aber eher die Ausnahme als die Regel sein.

„Die Grundlage sind pflanzliche Lebensmittel. Dazu kann man natürlich in kleinen, feinen Mengen Milchprodukte essen und auch mal Fleisch oder Fisch. Aber wenn man sich so einen Teller vorstellt, sollte drei Viertel des Tellers gefüllt sein mit pflanzlichen Lebensmitteln. Und der Rest ab und zu mit den Lebensmitteln von Tieren. Das ist eben einfach nur eine Verschiebung, denn die tierischen Lebensmittel sind im Verhältnis auch sehr stark im Preis gestiegen“, sagt Sabersky. Veränderungen gelingen am besten Schritt für Schritt – etwa mit einem vegetarischen Tag pro Woche oder einzelnen pflanzlichen Mahlzeiten im Alltag.

„Was und wie viel Menschen essen und trinken, steht in direktem Zusammenhang mit den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen“, heißt es von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. Gemeint ist eine planetenfreundliche Ernährung, die sogenannte Planetary Health Diet. Ein gut gefüllter Vorratsschrank mit Nudeln, Reis, Hülsenfrüchten und haltbaren Tomatenprodukten erleichtert das Kochen und verhindert spontane, oft teurere Einkäufe. Saisonales Gemüse lässt sich einfrieren oder haltbar machen und steht später unkompliziert zur Verfügung. Eine weitere Möglichkeit zu sparen ist das Retten von Lebensmitteln. Durch Angebote von Bäckereien, Supermärkten und Restaurants lassen sich Brot, Obst und Gemüse – zum Beispiel über eine App – günstig erwerben, bevor sie entsorgt werden. Das schont den Geldbeutel, reduziert die Lebensmittelverschwendung in Deutschland und sorgt oft für neue Ideen in der Küche.

Eine überwiegend pflanzliche Ernährung bringt dabei mehrere Vorteile zusammen: Sie ist meist günstiger, gesundheitsfördernd und benötigt weniger Ressourcen. „Das ist ja das Schöne: Hier geht alles zusammen. Wer sich stärker an pflanzlichen Lebensmitteln orientiert, tut nicht nur etwas für die eigene Gesundheit und den Geldbeutel, sondern auch für die Nachhaltigkeit. Normalerweise denkt man bei Umweltschutz oft an Verzicht, aber in diesem Fall ist das gar nicht so“, so Sabersky. Annette Sabersky ist Ernährungswissenschaftlerin, Foodtesterin und Journalistin. Seit mehr als 30 Jahren befasst sie sich mit nachhaltiger Ernährung und schreibt Bücher über die Lügen der Lebensmittelindustrie, versteckte Dickmacher in Lebensmitteln, und über den Zusammenhang von Ernährung, Klima und dem eigenen Portemonnaie. Ihr aktuelles Buch heißt „Günstig gut einkaufen“.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Spektrum Wissenschaft.
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