Ökologie Schottland

Schottland: 73% Strom aus Erneuerbaren

Schottland deckt bereits 73% seines Strombedarfs aus erneuerbaren Energien und will bis 2045 klimaneutral sein.

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Schottland deckt bereits 73% seines Strombedarfs aus erneuerbaren Energien und will bis 2045 klimaneutral sein.

Schottland ist nicht nur für Whisky und Dudelsäcke bekannt, sondern entwickelt sich zum Klima-Champion. Das Land hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2045 will es klimaneutral sein – fünf Jahre früher als der Rest des Vereinigten Königreichs. Dabei spielt den Schotten ihre geografische Lage in die Hände: Sie haben das windigste Land Europas, weshalb Schottland auch das „Saudi-Arabien der Windenergie“ genannt wird.

Bereits heute stammen mehr als 73 Prozent des schottischen Strombedarfs aus erneuerbaren Energien, vor allem aus Windkraft. Weitere 17 Prozent kommen aus Kernkraft, sodass nur noch rund zehn Prozent aus fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Gas gewonnen werden. Auch die ausgedehnten Moorflächen des Landes werden aktiv genutzt: Durch Wiedervernässung können große Mengen CO₂ gespeichert werden.

Der Rückhalt in der Bevölkerung für Klimaschutz ist groß, wie Catrina Randall von der Umweltorganisation Friends of the Earth Scotland berichtet. Allerdings gibt es auch Kritik: Die wirtschaftlichen Vorteile der Energiewende kämen bisher vor allem internationalen Konzernen zugute, nicht den Menschen vor Ort. Die NGO fordert daher, dass die Profite stärker in Schottland bleiben, um die Akzeptanz für den Klimaschutz weiter zu stärken.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Spektrum Wissenschaft.