Kleinbäuerin in Malawi zeigt, wie Öko-Landwirtschaft gelingt
Diana Sitimas Farm erwirtschaftet 1.200 Dollar pro Woche und schafft sechs feste Jobs – durch Mischkultur und Biogas.

In Malawi, einem der ärmsten Länder der Welt, bauen die meisten Kleinbauern vor allem Mais an – eine Monokultur, die den Boden auslaugt und hohe Kosten für synthetische Düngemittel verursacht. Diana Sitima hat auf ihrer 3,5 Hektar großen Farm im Chiradzulu-Distrikt einen anderen Weg eingeschlagen: Sie kombiniert Obst- und Gemüseanbau mit Fischteichen und Viehzucht. Die Tiere liefern Mist, der in einer Biogasanlage in Gas zum Kochen und Strom für einen Brutkasten verwandelt wird. Gleichzeitig wachsen auf den Teichen Wasserfarne, die als Futter für das Vieh dienen. „Die Tiere und die Pflanzen unterstützen sich gegenseitig auf vielfältige Weise“, sagt Sitima.
Ihr Erfolg ist beachtlich: Die Farm erwirtschaftet rund 1.200 Dollar pro Woche und beschäftigt sechs feste Angestellte. Sitima begann 1993 als Büroangestellte mit dem Anbau in ihrer Freizeit und pachtete zunächst kleine Flächen mit Mikrokrediten. 2006 konnte sie das eigene Land kaufen – ein Schritt, den sie als entscheidend für ihren Erfolg bezeichnet. Heute, im Jahr 2026, arbeitet die Farm fast vollständig biologisch. „Der Landkauf war der Wendepunkt“, erklärt sie. „Erst das eigene Land gibt Sicherheit und die Freiheit, langfristig zu investieren.“
Sitima gibt ihr Wissen als Vorsitzende einer lokalen Gruppe der Rural Women’s Assembly weiter, einem Netzwerk, das fast 200.000 Kleinbäuerinnen in elf Ländern unterstützt. Ihr Modell zeigt, dass nachhaltige Landwirtschaft nicht nur ökologisch sinnvoll ist, sondern auch wirtschaftlich tragfähig sein kann – und das mitten in einer Region, die besonders unter den Folgen des Klimawandels leidet.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
So erzählst du es weiter
„Stell dir vor, eine Bäuerin in Malawi verdient 1.200 Dollar die Woche – mit Bio-Landwirtschaft und ohne Chemie. Genau das passiert gerade."
Magst du solche Geschichten?
Hol dir jeden Morgen eine — kuratiert, belegt, werbefrei. Kein Doomscrolling.
Weiteres aus gemeinschaft
Nepals Oberstes Gericht sichert Ehe für alle
Nach fast 20 Jahren Rechtsstreit: Gericht verpflichtet Regierung zur Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare.
Immer mehr Kinder weltweit schließen die Grundschule ab
Abschlussrate steigt von 87,3 % (2023) auf 88,0 % (2024) – ein neuer Höchststand
Friedensabkommen zwischen USA und Iran geschlossen
UN-Generalsekretär begrüßt Waffenstillstand und Wiedereröffnung der Straße von Hormus als kritischen Schritt zur Beendigung des Konflikts.