Gesundheit

So wenige neue HIV-Infektionen und Aids-Tote wie seit 30 Jahren nicht mehr

HIV wird heute mit einer Kombination aus Vorsorge, Tests und lebenslanger Medikamenteneinnahme so gut kontrolliert wie nie zuvor. Laut einem neuen UN-Bericht (UNAIDS) sind Neuinfektionen und Aids-Todesfälle weltweit auf den niedrigsten Stand seit über 30 Jahren gesunken; sieben Länder – darunter Ruanda, Kenia und Simbabwe – senkten die Neuinfektionen seit 2010 um fast 80 Prozent. Elf Länder erreichen inzwischen die sogenannten „95-95-95“-Ziele: 95 Prozent der Betroffenen kennen ihren Status, 95 Prozent davon werden behandelt, und bei 95 Prozent der Behandelten ist das Virus nicht mehr nachweisbar. Neue Vorbeugemittel wie eine zweimal jährliche Spritze sollen die Zahlen in den kommenden Jahren weiter drücken.

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KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.

Über 40 Jahre nach den ersten bekannten Aids-Fällen zeigt ein neuer Bericht der UN-Organisation UNAIDS: Die Trendwende ist real messbar. Neue HIV-Infektionen und Todesfälle durch Aids liegen weltweit so niedrig wie seit mehr als 30 Jahren nicht mehr. Der Bericht wurde rechtzeitig zur 26. Internationalen Aids-Konferenz in Rio de Janeiro veröffentlicht.

Besonders deutlich ist der Fortschritt in sieben Ländern: Benin, Eswatini, Kenia, Lesotho, Nepal, Ruanda und Simbabwe senkten die Zahl der Neuinfektionen seit 2010 um fast 80 Prozent. Möglich wurde das durch eine Kombination aus Aufklärung, Kondomen, vorbeugenden Medikamenten (PrEP) und einem breiten Zugang zu HIV-Tests.

Ein zweiter Meilenstein betrifft die Behandlung: Elf Länder erreichen inzwischen die sogenannten „95-95-95“-Ziele der Weltgesundheitsorganisation. Das bedeutet: 95 Prozent aller Menschen mit HIV kennen ihren Status, 95 Prozent von ihnen erhalten eine antiretrovirale Therapie – tägliche Medikamente, die das Virus unterdrücken –, und bei 95 Prozent dieser Behandelten ist das Virus im Blut nicht mehr nachweisbar. Wer so behandelt wird, kann das Virus praktisch nicht mehr weitergeben und lebt annähernd normal lange.

Für die Zukunft setzt UNAIDS große Hoffnungen auf neue Vorbeugemittel: Ein Wirkstoff namens Lenacapavir, der als Spritze nur zwei Mal im Jahr verabreicht werden muss, zeigte in einer Studie mit über 3.200 jungen Frauen eine Schutzwirkung von 100 Prozent – niemand von ihnen infizierte sich während der Studie mit HIV. Mehrere Organisationen, darunter der Globale Fonds gegen Aids, Tuberkulose und Malaria, haben bereits Geld zusammengelegt, um den Wirkstoff bis 2028 an drei Millionen Menschen zu verteilen.

Auch einzelne Länder machen eigene Fortschritte: Brasilien steigerte den Zugang zu HIV-Vorbeugemitteln innerhalb eines Jahres um 41 Prozent, Äthiopien und Uganda bauten die Finanzierung von Präventionsprogrammen aus.

UNAIDS-Direktorin Winnie Byanyima mahnt trotz der guten Zahlen zur Vorsicht: Die Fortschritte seien fragil und bräuchten weiter politischen Willen und Geld, um Aids bis zum international vereinbarten Ziel tatsächlich zu besiegen.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Good News Network.
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KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.