Spielen hilft Kindern, Krieg und Flucht zu verarbeiten
Fast 50 Millionen Kinder sind durch Kriege vertrieben, Hilfsorganisationen setzen gezieltes Spielen zur seelischen Erholung ein.
Der zehnjährige Hamza sprach fast nie, als er in die Schule im Flüchtlingslager Nahr el-Bared im Libanon kam. Er hatte noch nie einen Stift in der Hand gehalten.
Über ein Programm der Organisation Right To Play begann er, in Gruppen zu spielen, Gefühle in Rollenspielen darzustellen und Geschichten zu erzählen. Ein Jahr später konnte er seinen Namen schreiben und Buchstaben erkennen, heute nimmt er aktiv am Unterricht teil und möchte Zahnarzt werden.
Fast 50 Millionen Kinder waren laut Unicef Ende 2024 weltweit durch Krieg und Gewalt vertrieben, fast dreimal so viele wie 2010. Für sie fehlt oft genau das, was Hamza zurückbekommen hat: ein Gefühl von Kontrolle über den eigenen Alltag. Die Organisation Catalytic Action baut deshalb feste Spielplätze in Lagern wie Bersive im Nordirak, während die britische Organisation Playrise mobile Spielgeräte entwickelt, die sich in Camps von Äthiopien bis Ägypten leicht auf und abbauen lassen.
Auch die elfjährige Yara aus dem Norden Gazas, die ihre gesamte engste Familie verlor, fand über wöchentliche Spielsitzungen der Palestine Play Projects langsam zurück zur Sprache. Sie schrieb schließlich selbst über ihren Verlust.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
So erzählst du es weiter
„Fast 50 Millionen Kinder sind heute vor Krieg auf der Flucht"
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