Sri Lanka verbietet Einweg-Plastikflaschen in Behörden
Neue Regierungserlasse zielen auf 250.000 Tonnen Plastikmüll pro Jahr – nur 11% werden recycelt.

Plastikmüll ist eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit – besonders in Ländern mit schwacher Abfallwirtschaft. Sri Lanka produziert jedes Jahr rund 250.000 Tonnen Plastikmüll aus Haushalten, aber nur etwa 11 Prozent davon werden recycelt. Der Rest landet in Flüssen, auf Straßen oder wird verbrannt, was die Gesundheit der Menschen und die Natur belastet. Jetzt hat die Regierung einen konkreten Schritt unternommen: Seit dem 31. Mai dürfen staatliche Behörden keine Einweg-Plastikwasserflaschen mehr kaufen oder bei Veranstaltungen nutzen. Das teilte die Umweltbehörde CEA mit. Die Idee ist einfach: Der Staat ist einer der größten Abnehmer solcher Flaschen – bei Konferenzen, Sitzungen und offiziellen Terminen. Wenn er auf Mehrweg umstellt, spart das nicht nur Müll, sondern setzt auch ein Zeichen für die Bevölkerung. Die Behörden sollen stattdessen auf wiederverwendbare Alternativen setzen und die Trinkwasser-Infrastruktur in öffentlichen Gebäuden verbessern, sagt Kapila Rajapaksha, der Direktor der Umweltbehörde. Das ist nicht der erste Versuch Sri Lankas, die Plastikflut einzudämmen – aber einer mit potenziell großer Hebelwirkung. Denn wenn der Staat als Vorbild vorangeht, könnten auch Unternehmen und Bürger umdenken. Allerdings warnen Umweltschützer: Entscheidend ist nicht die Ankündigung, sondern die Durchsetzung. Ohne Kontrollen und echte Alternativen bleibt das Verbot ein Papiertiger. Trotzdem ist es ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung – und zeigt, dass Regierungen ihren eigenen Müll ernst nehmen können.
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