Ökologie

UN-Bericht: Meeresschutz verbessert sich trotz Krise

57 internationale Abkommen zum Meeresschutz, darunter der neue Hochseeschutzvertrag, zeigen Fortschritte in der Meerespolitik.

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57 internationale Abkommen zum Meeresschutz, darunter der neue Hochseeschutzvertrag, zeigen Fortschritte in der Meerespolitik.

Die Ozeane der Welt sind in einer tiefen Krise – aber es gibt auch Fortschritte. Das ist das Fazit des dritten UN-Weltmeeresberichts, der am 8. Juni veröffentlicht wurde. Rund 600 Experten aus 86 Ländern haben ihn erstellt. Sie beschreiben, wie menschliche Aktivitäten wie Plastikmüll, Überfischung und die Erderwärmung die Meere immer stärker belasten. Jedes Jahr gelangen rund 52 Millionen Tonnen Plastik ins Meer, das mehr als 4.000 Meeresarten schädigt.

Doch der Bericht zeigt auch eine positive Entwicklung: Die internationale Zusammenarbeit zum Schutz der Ozeane wird besser. Die Autoren haben 57 globale Verträge zur Meerespolitik untersucht. Dazu gehört auch der neue Hochseeschutzvertrag, der offiziell „Übereinkommen über die marine biologische Vielfalt in Gebieten außerhalb nationaler Hoheitsgewalt“ heißt. Er wurde kürzlich ratifiziert und soll die Artenvielfalt auf hoher See schützen.

Trotz dieser Fortschritte warnen die Experten, dass die bestehenden Regelungen noch zu zerstückelt sind. Sie reichen nicht aus, um die großen Herausforderungen zu bewältigen. Der Bericht betont, dass es dringend nötig ist, den Schutz der Meere weiter zu stärken – durch strengere Gesetze, bessere Durchsetzung und mehr internationale Zusammenarbeit. Nur so könnten die Schäden durch menschliche Aktivitäten begrenzt und die Ökosysteme der Ozeane bewahrt werden.

Rafael González-Quirós, Direktor des Ozeanografischen Zentrums von Gijón in Spanien, der die Erstellung des Berichts koordiniert hat, sagte: „Die Notwendigkeit eines gesunden und widerstandsfähigen Ozeans war noch nie so dringend wie heute.“ Der Bericht macht klar: Die Krise ist tief, aber die Richtung stimmt – wenn die Staaten jetzt konsequent handeln.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.

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