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US-Gericht verpflichtet Meta zu mehr Jugendschutz auf Instagram

Ein US-Gericht begrenzt die Online-Zeit für Jugendliche bei Instagram und Facebook auf 90 Stunden im Monat.

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KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.

Am 7. August hat ein Gericht im US-Bundesstaat New Mexico ein Urteil gegen den Facebook- und Instagram-Konzern Meta gefällt, das über eine reine Geldstrafe hinausgeht.

Zwar muss das Unternehmen 567 Millionen Dollar zahlen – für die meisten Menschen ein Vermögen, für den Techkonzern aber eine Summe, die er dem Bericht zufolge innerhalb weniger Tage wieder eingenommen hat.

Die eigentliche Wirkung des Urteils liegt deshalb nicht im Geld, sondern in den Jugendschutzauflagen, die das Gericht Meta zusätzlich auferlegt hat – also verbindlichen Regeln, wie der Konzern künftig mit minderjährigen Nutzerinnen und Nutzern umgehen muss.

Konkret soll Meta die Nutzungsdauer für Jugendliche bei Facebook und Instagram auf maximal 90 Stunden pro Monat begrenzen. Zusätzlich muss der Konzern Benachrichtigungen für Minderjährige sowohl nachts als auch während der Schulzeit automatisch deaktivieren, damit Handys nicht mehr aufleuchten, wenn Kinder eigentlich schlafen oder im Unterricht sitzen sollten.

Auch der Kontakt zwischen Erwachsenen und Minderjährigen wird strenger kontrolliert: Erwachsene dürfen die Accounts von Minderjährigen künftig nicht mehr anschreiben, solange sie nicht als bestätigte Kontakte hinterlegt sind.

Diese drei Maßnahmen – Zeitlimit, Nacht- und Schulruhe bei Benachrichtigungen sowie strengere Kontaktregeln – greifen direkt in die Funktionsweise der Plattformen ein, nicht nur in deren Werbebudget.

Damit die Vorgaben nicht nur auf dem Papier stehen, ist Meta zusätzlich verpflichtet, dem Gericht alle sechs Monate Berichte über den Stand der Umsetzung vorzulegen. Diese wiederkehrende Berichtspflicht unterscheidet das Urteil von einer bloßen Ankündigung oder Selbstverpflichtung des Konzerns: Ein Gericht kann die Einhaltung nachprüfen und bei Verstößen erneut eingreifen.

Für die betroffenen Jugendlichen auf Facebook und Instagram bedeutet das potenziell weniger nächtliche Ablenkung, weniger Druck während der Schulzeit und weniger unerwünschten Kontakt durch fremde Erwachsene.

Das Urteil stammt von einem einzelnen Gericht in einem einzelnen US-Bundesstaat und bindet zunächst formal nur dort – doch weil Facebook und Instagram als globale Plattformen meist einheitliche Funktionen ausrollen, können solche Auflagen faktisch auch über New Mexico hinaus wirken.

Damit reiht sich das Urteil in eine wachsende Zahl rechtlicher Vorstöße ein, mit denen Gerichte versuchen, große Plattformen stärker in die Verantwortung für den Schutz junger Nutzerinnen und Nutzer zu nehmen.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Perspective Daily.
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