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Utah bezieht erstmals mehr Strom aus Sonne als aus Kohle

Solarenergie lieferte im Mai fast ein Drittel des Stroms – 2017 kam noch bis zu 78 Prozent aus Kohle.

Beat: Klima & Energie · Fachquelle
06. August 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Grist

2017 kam in Utah in manchen Monaten noch bis zu 78 Prozent des Stroms aus Kohlekraftwerken. Im Mai 2026 lag der Kohleanteil nur noch bei 28 Prozent – und zum ersten Mal in der Geschichte des Bundesstaats lieferte Solarenergie mehr Strom als jede andere einzelne Quelle.

Photovoltaikanlagen erzeugten im Mai laut Daten des globalen Energie-Thinktanks Ember knapp eine Terawattstunde Strom, fast ein Drittel der gesamten Stromerzeugung Utahs in diesem Monat. Erdgas kam auf 32 Prozent, Kohle auf 28 Prozent, Windkraft auf 2 Prozent. „Der Trend zu immer mehr Solarenergie in Utah ist eine wunderbare Nachricht für die Luftqualität, fürs Klima und für Jobs und Wirtschaft", sagt Dan Schroeder, Physikprofessor an der Weber State University, der die Energiedaten des Bundesstaats regelmäßig auswertet.

Verantwortlich für den Sprung sind mehrere große Solarparks, die in den vergangenen Jahren ans Netz gegangen sind. Das im Frühjahr eröffnete Green River Energy Center erstreckt sich über gut 1.000 Hektar und liefert 400 Megawatt Solarstrom plus 400 Megawatt Batteriespeicher. Das Faraday-Solarprojekt versorgt seit vergangenem Herbst ein Rechenzentrum von Meta mit bis zu 685 Megawatt, und das Elektron-Solarprojekt speist seit 2024 Strom nach Salt Lake City, Park City und in die Region Summit County.

Der Wandel zeigt sich auch auf dem Arbeitsmarkt: Die Solarbranche sichert in Utah inzwischen fast 8.000 Arbeitsplätze bei 132 Solarunternehmen, davon 54 Projektentwickler und 23 Hersteller. 2025 flossen laut Branchenverband 1,5 Milliarden Dollar an Investitionen in den Solarmarkt des Bundesstaats. Zum Vergleich: Öl- und Gasförderung kamen 2025 auf 1.291 Arbeitsplätze, der Kohlebergbau zuletzt auf 1.059.

Stromerzeugung bleibt ein komplexes Zusammenspiel, und Solarenergie wird nicht in jedem Monat ein Drittel von Utahs Strommix liefern – im Winter etwa liefert die Sonne deutlich weniger. Doch der langfristige Trend ist eindeutig: Ein Bundesstaat, der noch vor wenigen Jahren mehrheitlich auf Kohle setzte, bezieht heute an sonnenreichen Monaten seinen größten Batzen Strom aus Photovoltaik.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Utah kam 2017 noch zu fast 80% aus Kohle. Diesen Mai lieferte zum ersten Mal die Sonne mehr Strom als alles andere zusammen."

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