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klima Papua-Neuguinea · PG

Vier Pazifik-Staaten schützen gemeinsam riesige Meeresgebiete

Vier Pazifikstaaten verbinden ihre Meeresschutzgebiete zu einem riesigen Korridor für Haie, Rochen und Wale.

04. August 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Der Pazifik zwischen Papua-Neuguinea, den Salomonen, Vanuatu und Fidschi liegt im sogenannten Korallendreieck, einer Meeresregion, in der schätzungsweise drei Viertel aller bekannten Korallenarten der Welt vorkommen. In diesen Gewässern leben Haie, Rochen, Dugongs (Seekühe, die mit den amerikanischen Manatis verwandt sind) und Wale – und immer noch werden hier neue Arten entdeckt, die die Wissenschaft bisher nicht kannte.

Im Mai kündigten Papua-Neuguinea, Vanuatu und Fidschi gemeinsam den sogenannten Melanesian Ocean Corridor of Reserves an, ein Netzwerk aus Meeresschutzgebieten, das ihre nationalen Gewässer verbinden soll. Im Juni schlossen sich die Salomonen der Initiative an. Ziel ist es, einzelne Schutzzonen zu einem durchgehenden Korridor zusammenzufassen, der langfristig sogar in internationale Gewässer, die sogenannte Hohe See, hineinreichen könnte.

Mehrere große Reservate sollen als Ankerpunkte dienen. Papua-Neuguinea plant vor der Provinz West-Manus ein 214.000 Quadratkilometer großes Schutzgebiet, in dem jede Form von Fischerei verboten wäre – eine Fläche etwa so groß wie Großbritannien. Vanuatu hat für die Provinz Torba bereits ein vollständig geschütztes Meeresgebiet von 71.000 Quadratkilometern ausgewiesen. Fidschi wiederum hat sich verpflichtet, bis Ende 2026 insgesamt 15 Prozent seiner Gewässer unter Schutz zu stellen.

Der Sinn eines zusammenhängenden Korridors liegt darin, dass sich Meerestiere nicht an Ländergrenzen halten. Wanderrouten von Walen, Laichgründe von Fischen und die Drift von Korallenlarven zwischen einzelnen Riffen verlaufen oft über hunderte Kilometer hinweg. Wenn Schutzgebiete lückenlos aneinander anschließen, können diese natürlichen Bewegungen ungestört ablaufen. Ein weiterer Vorteil: Einheitliche Regeln erschweren es industriellen Fischereiflotten, sich gezielt an den Rändern einzelner Schutzzonen zu konzentrieren, wo sie bislang von den Effekten des Schutzgebiets profitieren konnten, ohne selbst darunter zu fallen.

Noch ist allerdings vieles offen. Die beteiligten Regierungen haben bislang wenig darüber mitgeteilt, wie der Korridor konkret funktionieren soll. Karten, genaue Grenzverläufe, Regeln für die gemeinsame Verwaltung, Kontrollsysteme und die Finanzierung stehen noch aus. Zudem verfügen die vier Länder über unterschiedlich gute Möglichkeiten, ihre Gewässer zu überwachen, was einzelne Abschnitte des Korridors anfälliger für illegale Fischerei machen könnte.

Dennoch ist die Ankündigung ein bemerkenswerter Schritt: Vier Nachbarstaaten mit vergleichsweise begrenzten Mitteln bündeln ihre Kräfte, um eine der artenreichsten Meeresregionen der Erde gemeinsam zu schützen – und schaffen damit ein Modell, das auch für andere Weltregionen mit geteilten Gewässern Vorbild sein könnte.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Papua-Neuguinea will ein Schutzgebiet errichten, so groß wie Großbritannien – für Haie, Rochen und Wale."

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