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Wildtier-Korridor schützt bereits 9,7 Millionen Hektar Land

Das Yellowstone-to-Yukon-Projekt verbindet seit 1997 Lebensräume über 3.380 Kilometer – mit schon über 200 Wildtierbrücken.

Straßen, Städte und Zäune zerschneiden Landschaften in immer kleinere Stücke. Für wandernde Tierarten wie Elche, Bären oder Wölfe wird das schnell zum Problem. Wer keine sichere Route mehr findet, um zwischen Winter- und Sommerlebensräumen zu wechseln oder sich mit anderen Populationen zu paaren, verliert genetische Vielfalt und stirbt lokal leichter aus. Fachleute nennen dieses Problem Habitat-Fragmentierung. Es gilt neben dem reinen Verlust von Lebensraum als eine der größten Bedrohungen für Wildtiere weltweit.

Ein Gegenmittel gegen diese Zerstückelung ist der Bau von Wildtierkorridoren, also Landstreifen oder Brücken, die getrennte Lebensräume wieder verbinden. Ein besonders großes Beispiel dafür ist die Yellowstone to Yukon Conservation Initiative, kurz Y2Y. Das Projekt verfolgt seit 1997 das Ziel, entlang der Rocky Mountains einen durchgehenden Korridor von Lebensräumen zu schaffen. Er soll rund 3.380 Kilometer messen und von den Nationalparks rund um Yellowstone in den USA bis hinauf zum Yukon-Territorium in Kanada reichen.

Dafür bringt Y2Y viele einzelne Regierungen, Provinzen, Bundesstaaten und lokale Naturschutzprojekte an einen Tisch, statt selbst jede Maßnahme allein umzusetzen. Nach fast 30 Jahren Arbeit kann die Initiative eine beachtliche Bilanz vorweisen. Mehr als 9,7 Millionen Hektar Land wurden im Rahmen des Projekts geschützt. Über 200 Wildtierüberführungen und -unterführungen wurden mit Unterstützung der Initiative gebaut, Bauwerke auf oder unter stark befahrenen Straßen, über die Tiere sicher wandern können, ohne mit Fahrzeugen zu kollidieren.

Ähnliche, kleinere Projekte gibt es auch anderswo. In Kalifornien etwa entsteht seit einigen Jahren eine große Wildtierüberführung über den vielbefahrenen Freeway 101, die ebenfalls getrennte Populationen wieder verbinden soll. Was Y2Y von solchen Einzelprojekten unterscheidet, ist der schiere Maßstab und die lange Laufzeit. Weil das Projekt seit fast drei Jahrzehnten kontinuierlich koordiniert wird, entsteht aus vielen kleinen, über Jahre verteilten Maßnahmen tatsächlich ein zusammenhängender Lebensraum über zwei Länder hinweg. Das zeigt, dass Naturschutz auch über Regierungswechsel und Ländergrenzen hinweg langfristig gelingen kann.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Seit 1997 baut ein Projekt einen 3.380 Kilometer langen Korridor durch die Rocky Mountains – mit über 200 Wildtierbrücken und 9,7 Millionen Hektar Land."

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