Wildtierhändler in Indonesien verurteilt
82 lebende Tiere beschlagnahmt, darunter ein Orang-Utan und seltene Vögel.
In der indonesischen Provinz Aceh wurde ein Mann zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er Dutzende Wildtiere illegal transportierte. Der 41-jährige Agussalim bin Abdul Hamib war am 30. Januar 2026 mit einem weißen Kleintransporter unterwegs, als Zollbeamte ihn stoppten. Im Laderaum fanden sie 82 lebende Tiere – darunter einen Sumatra-Orang-Utan, zwei vom Aussterben bedrohte Vögel und zahlreiche andere geschützte Arten. Die Staatsanwaltschaft konnte nachweisen, dass der Mann die Tiere an einem Treffpunkt in einem Dorf verladen hatte und wusste, dass es sich um illegale Ware handelte.
Das Gericht in Ost-Aceh verhängte am 17. Juni die Haftstrafe. Zivilgesellschaftliche Organisationen bezeichnen den Fall als den größten Wildtier-Schmuggelfall, der in Aceh seit Jahren vor Gericht verhandelt wurde. Neben den lebenden Tieren fanden die Ermittler auch vier tote Molukken-Papageien, gefrorene Pfeilschwanzkrebse und einige Tierschädel. Der Leiter des Zollamts in Langsa, Dwi Harmawanto, sagte: „Wir schätzen dieses Urteil sehr – es ist eine wichtige Lektion für die Täter und die gesamte Gemeinschaft, sich von illegalen Aktivitäten fernzuhalten.“
Der Sumatra-Orang-Utan ist eine der am stärksten bedrohten Menschenaffenarten. Sein Lebensraum auf der Insel Sumatra schrumpft durch Abholzung und Palmölplantagen immer weiter. Der illegale Tierhandel verschärft die Lage zusätzlich. Das Urteil zeigt, dass die indonesischen Behörden den Kampf gegen Wildtierkriminalität ernster nehmen. Für den Artenschutz ist das ein wichtiges Signal: Wer mit bedrohten Tieren handelt, muss mit harten Strafen rechnen.
Belegt durch
- Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.
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