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10 bessere Alternativen zum Kirschlorbeer

Ökologisch wertvolle Heckenpflanzen ersetzen invasive Art – in der Schweiz bereits verboten.

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Ökologisch wertvolle Heckenpflanzen ersetzen invasive Art – in der Schweiz bereits verboten.

Kirschlorbeer ist bei Hobbygärtnerinnen und -gärtnern beliebt: Er wächst schnell, ist immergrün, robust und bietet perfekten Sichtschutz. Doch die Pflanze, die ursprünglich aus Vorderasien stammt, hat gravierende Nachteile. Der NABU Berlin erklärt, dass Kirschlorbeer ökologisch nahezu wertlos ist – seine Blüten und Früchte sind für die meisten Vögel und Insekten unbrauchbar. Corinna Hölzel, Gartenexpertin beim BUND, ergänzt: „Er liefert kaum Nektar oder Pollen für Wildbienen und Schmetterlinge, seine Blätter sind für Raupen oft ungenießbar.“ Damit trägt Kirschlorbeer nicht zur Bekämpfung des Insektensterbens bei, sondern verschärft es sogar.

Hinzu kommt: Kirschlorbeer ist eine invasive Art, die sich unkontrolliert ausbreitet, heimische Sträucher verdrängt und die Bodenchemie verändert. Seine giftigen Blätter und Beeren enthalten cyanogene Glykoside, also Blausäure, und werden von Tieren gemieden – natürliche Gegenspieler fehlen. In der Schweiz ist der Verkauf, Import und das Verschenken von Kirschlorbeer seit September 2024 verboten. In Deutschland steht die Pflanze auf der Beobachtungsliste des Bundesamts für Naturschutz, ein Verbot gibt es aber noch nicht.

Der Artikel stellt zehn heimische Alternativen vor, die nicht nur schön sind, sondern auch ökologisch wertvoll. Dazu gehören Liguster, Hainbuche, Berberitze, Weißdorn, Feldahorn, Roter Hartriegel, Schlehe, Holunder, Heckenrose und Weide. Diese Sträucher bieten Nektar und Pollen für Insekten, Beeren für Vögel und Lebensraum für Kleintiere. Sie sind pflegeleicht, schnittverträglich und winterhart – und damit echte Gewinner für den Garten.

Wer bereits Kirschlorbeer im Garten hat, muss nicht sofort zur Motorsäge greifen. Der NABU Berlin rät: „Ein Strauch ist ein Strauch – als Nahrungsquelle ist er immer noch besser als Forsythie, Rhododendron und Zierkirsche.“ Corinna Hölzel empfiehlt ein schrittweises Ersetzen durch heimische Pflanzen. Wichtig: Hecken dürfen nur zwischen Oktober und Februar zurückgeschnitten werden, um die Brutzeit von Vögeln zu schützen. Die giftigen Beeren sollten vor der Samenreife entfernt werden, und der Rückschnitt gehört in die Biotonne, nicht in die Natur.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Utopia.de.

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