Gesundheit

Krebsimpfung senkt Rückfallrisiko bei Hautkrebs um 49%

Eine personalisierte mRNA-Impfung in Kombination mit Immuntherapie reduziert das Risiko für Rückfall und Tod bei Melanom-Patienten um fast die Hälfte.

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KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.

Unser Immunsystem ist ein hochkomplexes Abwehrsystem, das normalerweise Viren und Bakterien bekämpft. Es besitzt dafür spezielle Zellen, die sogenannten T-Zellen, die auch Krebszellen erkennen und zerstören können. Allerdings haben Krebszellen raffinierte Methoden entwickelt, um sich vor diesen Angriffen zu verstecken. Sie nutzen bestimmte Moleküle auf ihrer Oberfläche, sogenannte Checkpoints, um die T-Zellen auszuschalten. Moderne Immuntherapien wie Pembrolizumab, besser bekannt unter dem Handelsnamen Keytruda, blockieren diese Checkpoints und machen die Krebszellen wieder sichtbar. Doch nicht alle Patienten sprechen auf diese Therapie an, weil Melanome besonders geschickt darin sind, dem Immunsystem zu entkommen.

Forscher der New York University am Perlmutter Cancer Center haben nun einen vielversprechenden Ansatz getestet: Sie kombinierten die Immuntherapie mit einer personalisierten mRNA-Impfung namens Intismeran. Diese Impfung wird individuell für jeden Patienten hergestellt. Dazu analysieren die Wissenschaftler nach der Operation den entfernten Tumor und identifizieren bis zu 34 krebsspezifische Eiweißstrukturen, sogenannte Neoantigene. Die mRNA-Impfung enthält dann die Bauanleitung für genau diese Neoantigene und bringt dem Immunsystem bei, sie als feindlich zu erkennen. So entstehen T-Zellen, die speziell auf die Krebszellen dieses Patienten zugeschnitten sind.

Die Ergebnisse der Phase-2b-Studie, die auf dem Jahreskongress der Amerikanischen Gesellschaft für klinische Onkologie in Chicago vorgestellt wurden, sind beeindruckend. Fünf Jahre nach der Operation blieben 68,8 Prozent der Patienten, die die Kombinationstherapie erhielten, krebsfrei – in der Gruppe mit der Standardtherapie waren es nur 49,1 Prozent. Das bedeutet eine Risikoreduktion für Rückfall oder Tod um 49 Prozent. Noch deutlicher fiel der Effekt bei der Verhinderung von Fernmetastasen aus: Hier sank das Risiko um 59 Prozent. Die Gesamtüberlebensrate lag in der Kombinationsgruppe bei 92,2 Prozent, verglichen mit 71,3 Prozent in der Kontrollgruppe.

„Unsere Studie liefert starke Belege dafür, dass die Impftherapie in Kombination mit Immuntherapie das Rückfallrisiko für Melanom-Patienten deutlich senken kann“, sagte Studienleiterin Janice Mehnert. Die Nebenwirkungen waren beherrschbar und umfassten Müdigkeit, Schmerzen an der Injektionsstelle und Schüttelfrost. Eine größere Phase-3-Studie läuft bereits, um die Wirksamkeit als Erstlinientherapie zu prüfen. Gleichzeitig wird Intismeran auch gegen Lungenkrebs und andere Krebsarten getestet. Die Studie wurde von Moderna, dem Hersteller der Impfung, und Merck, dem Hersteller von Pembrolizumab, finanziert. In den USA erkranken jährlich etwa 112.000 Menschen neu an Hautkrebs, die Sterblichkeit ist dank solcher Fortschritte in den letzten Jahren deutlich gesunken.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Good News Network.
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