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260 Mio. Dollar sollen das neue Meeresschutz-Abkommen retten

Eine Stiftung schließt die Finanzlücke, damit kleine Inselstaaten geschützte Meeresgebiete tatsächlich überwachen können.

Meeresschutz scheitert selten am guten Willen – meistens am Geld. Zwar haben Staaten weltweit zugesagt, rund zehn Prozent der Ozeane unter Schutz zu stellen. Doch in vielen dieser Gebiete existiert bislang nur eine Linie auf der Karte: Es fehlt an Personal, Booten und Technik, um Fischerei zu kontrollieren oder illegale Aktivitäten zu ahnden.

Genau hier setzt eine neue Zusage an. Bloomberg Philanthropies, die Stiftung des Unternehmers und Ex-Bürgermeisters von New York, Michael Bloomberg, stellt 260 Millionen Dollar – eine Viertelmilliarde – bereit, um diese Umsetzungslücke zu schließen.

Der Anlass ist das UN-Hochseeabkommen, ein internationaler Vertrag zum Schutz der Meeresgebiete außerhalb nationaler Hoheitsgewässer. Über zwei Jahrzehnte wurde darum gerungen; seine Verabschiedung gilt als Meilenstein. Doch ein Abkommen wirkt nur, wenn es auch durchgesetzt wird.

Besonders kleine Küsten- und Inselstaaten profitieren. Ihnen fehlen oft die rechtlichen, technischen und personellen Mittel, um an globalen Meeresverhandlungen teilzunehmen und Schutzgebiete zu verwalten. Das Geld soll ihnen genau diese Kapazitäten verschaffen.

„Unser neues Engagement markiert die nächste Phase der Bloomberg Ocean Initiative“, sagte Patricia E. Harris, Geschäftsführerin der Stiftung. Man habe über die Jahre wichtige Fortschritte beim Meeresschutz erzielt, „aber wir haben noch einen langen Weg vor uns“.

Milliarden Menschen sind direkt vom Meer abhängig – als Nahrungsquelle, als Lebensgrundlage, als Klimapuffer. Die Ozeane speichern jedes Jahr riesige Mengen Kohlendioxid und dämpfen so die Erderwärmung. Werden Schutzzusagen tatsächlich umgesetzt, erholen sich überfischte Bestände, und ganze Ökosysteme bekommen Zeit zum Regenerieren.

Die Zusage macht aus einer Absichtserklärung erstmals durchsetzbare Praxis. Ob die 260 Millionen ausreichen, ist offen – die Kosten für Überwachung und Durchsetzung auf hoher See sind enorm. Doch als Startkapital, das andere Geldgeber nachziehen lässt, könnte die Summe den Unterschied machen zwischen einem Abkommen auf dem Papier und geschütztem Leben unter Wasser.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Ein Meeresschutz-Abkommen war 20 Jahre in Arbeit – jetzt kommen 260 Millionen Dollar, damit es kein Papiertiger bleibt."

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