57 Staaten starten gemeinsamen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen
Erster TAFF-Gipfel in Kolumbien: Wissenschaftliches Gremium und Fahrpläne für den Wandel

Vom 24. bis 29. April 2026 trafen sich Vertreter von 57 Nationen im kolumbianischen Santa Marta, um die erste Konferenz der „Transition Away From Fossil Fuels“ (TAFF) abzuhalten. Die Gruppe, die sich selbst als „Koalition der Willigen“ bezeichnet, setzt sich überwiegend aus Ländern des Globalen Südens zusammen. Ihr Ziel: den Ausstieg aus der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen nicht nur zu versprechen, sondern in konkrete Fahrpläne zu übersetzen.
Ein zentrales Ergebnis des Gipfels ist die Gründung eines wissenschaftlichen Gremiums, das die teilnehmenden Staaten bei der Entwicklung ihrer nationalen Ausstiegsstrategien beraten soll. Zu den Mitgliedern gehören renommierte Forscher wie Carlos Nobre aus Brasilien und Johan Rockström aus Schweden, der das Konzept der planetaren Grenzen mitentwickelt hat. Dieses Gremium soll sicherstellen, dass die Maßnahmen wissenschaftlich fundiert und ökologisch wirksam sind.
Darüber hinaus wurden drei sogenannte „Workstreams“ etabliert: Sie helfen den Ländern, ihre Ausstiegsfahrpläne mit den UN-Klimazielen zu verknüpfen, die nationalen Finanzsysteme auf den Wandel auszurichten und Handelsstrukturen zu reformieren. Zwei Länder – Kolumbien und Frankreich – stellten auf dem Gipfel bereits ihre konkreten nationalen Fahrpläne vor. Mamphela Ramphele, südafrikanische Ärztin und Mitglied der Planetary Guardians, betont, dass der Druck auf noch zögernde Nationen wachsen werde, sobald die ersten Umsetzungen sichtbar sind. Bis ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen erreicht ist, setzt die Koalition auf die Sogwirkung erfolgreicher Beispiele.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„57 Länder steigen gemeinsam aus fossilen Brennstoffen aus – und das ohne die großen Industrienationen. Krass, oder?"
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