Vertriebene führen Waldschutz im Kongo an
Nachkommen von Parkvertriebenen verwalten 50.000 Hektar Wald nachhaltig

In den dichten Wäldern Nord-Kivus patrouilliert Gangala Yafali Mangusa Jr. mit seiner Gemeinschaft. Sie überwachen menschliche Aktivitäten, identifizieren Bedrohungen und verhindern Schäden an der Biodiversität – wie großflächige Abholzung, unregulierten Holzeinschlag und artisanalen Bergbau. „Einmal im Monat oder einmal im Quartal führen wir Inspektionen durch, um zu prüfen, ob es Menschen in der Gemeinschaft gibt, die illegal geschützte Tiere jagen“, erklärt der 30-Jährige.
Mangusa Jr. leitet das lokale Verwaltungskomitee der Bamasobha Local Community Forest Concession (CFCL) in Lubero, einer Region, die von Terroranschlägen bedroht ist. Sein Team setzt sich aus indigenen Batwa, Bapiri und lokalen Gemeinschaften zusammen. Gemeinsam schützen sie diesen Gemeinschaftswald, fördern die nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen und stärken das Zusammenleben zwischen den Gemeinschaften und den Ökosystemen, von denen sie abhängen.
Dieses Engagement hat eine tiefe persönliche Wurzel: Nach der Gründung des Maiko-Nationalparks in den 1970er Jahren wurde seine Familie, wie viele andere auch, von Parkrangern aus der Siedlung Batike vertrieben. Die Spannungen und die Gewalt jener Zeit prägen bis heute das Verhältnis zwischen den Gemeinschaften und den Schutzgebieten. Doch Mangusa Jr. und seine Mitstreiter haben einen Weg gefunden, aus dieser Geschichte etwas Neues zu schaffen – eine nachhaltige Bewirtschaftung, die sowohl den Menschen als auch der Natur dient.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
So erzählst du es weiter
„Vertriebene wurden zu Waldschützern: Eine Gemeinde im Kongo verwaltet 50.000 Hektar Wald – und zeigt, wie Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammengehen."
Magst du solche Geschichten?
Hol dir jeden Morgen eine — kuratiert, belegt, werbefrei. Kein Doomscrolling.
Weiteres aus gemeinschaft
Nepals Oberstes Gericht sichert Ehe für alle
Nach fast 20 Jahren Rechtsstreit: Gericht verpflichtet Regierung zur Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare.
Immer mehr Kinder weltweit schließen die Grundschule ab
Abschlussrate steigt von 87,3 % (2023) auf 88,0 % (2024) – ein neuer Höchststand
Friedensabkommen zwischen USA und Iran geschlossen
UN-Generalsekretär begrüßt Waffenstillstand und Wiedereröffnung der Straße von Hormus als kritischen Schritt zur Beendigung des Konflikts.